| ...ICH
HABE EINEN ALP(B)TRAUM
DEN ÖTZTALER RADMARATHON |
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| Zehn Tage nach dem Ötzi (Würde ich es nochmals machen) | |
Warum macht man so etwas? War es nicht hart? Wie hast du dich nachher gefühlt? Das waren wohl die häufigsten Fragen die mir in dieser Woche nach dem Ötzi gestellt wurden. Warum man das macht ist eigentlich nicht leicht zu beantworten. Es spielen wohl mehrere Faktoren mit. Am Anfang war es wohl reiner Größenwahn und wurde dann immer mehr zum Fanatismus. Der Wille das Vorgenommene durchzuziehen war wohl so stark um über die Vernunft zu siegen. Jeden Tag mehrmals klar das Ziel vor Augen den Ötzi zu überstehen, einfach durchfahren, dem Besenwagen zu entkommen. Dieses Ziel wurde mit zunehmendem Training verändert. Die Zeit in der man dieses Vorhaben bewältigen wollte wurde immer mehr in den Vordergrund gerückt und der eigene Druck wurde immer größer. Wenn mir vor zwei Jahren jemand gesagt hätte ich würde heuer den Ötztaler fahren ich hätte ihn wohl für verrückt erklärt. Der Hauptgrund warum man so etwas macht ist wohl sich selber zu beweisen, dass man so etwas fahren kann um dann ein ÖTZI zu sein. War es nicht hart? Na klar war es nicht leicht, aber auch nicht richtig hart. Es war schön zu fahren. Die Berge zu erklimmen, auf sich selbst gestellt und das Ziel vor Augen und die Uhr im Hinterkopf. Ein super Erlebnis. Der Ötzi ist nicht hart. Der Weg ist hart. Mit dem Weg meine ich nicht die 5500 Höhenmeter und die 237 Kilometer, diese sind einfach. Hart ist die Vorbereitung, das permanente Training und der Druck trainieren zu müssen. Der Druck den man bekommt wenn man mal eine oder zwei Wochen nichts machte. Das Wissen, dass man ohne Training nicht bestehen kann ist viel härter als diese acht bis zwölf Stunden auf dem Rad. Aber wer fragt schon wie die Vorbereitung war. Wer interessiert sich, dass dieser Ötzi 434 Stunden Training bedeutet hat. Der Ötzi war nicht die Leistung, das Training war es. Wie habe ich mich nachher gefühlt. Die einen sagen ein richtiger Adrenalinkick. Ich war einfach nur froh, froh dass es vorbei war. Vorbei mit dem Trainieren müssen. Vorbei mit den Ausfahrten mit immer einem Auge auf dem Pulsbereich, dass man sich ja nicht überanstrengt. Froh wieder nach Lust und Laune fahren zu können und Spaß zu haben. Spaß an der Bewegung und auch mal wieder auf 100% Belastung gehen zu können. Einfach nur Spaß haben. Nicht, dass das Training nicht Spaß gemacht hat, es gab halt nicht die Möglichkeit immer nach Lust und Laune zu fahren. Da haben wohl Fahrer die schon jahrelang fahren einen großen Vorteil. Ich habe mich nachher gut gefühlt aber nicht viel besser als wenn ich eine längere Ausfahrt gemacht habe. Das Rennerlebnis ist aber etwas besonderes, etwas das zu besondern Leistungen motiviert und deshalb zur letzten Frage kommend, ob ich es wieder tun würde, ich werde es wieder tun und ich werde mir eine bessere Zeit zum Ziel setzen. Es hat sich gelohnt. |
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| Sonntag, der 27.08.06 Ötztaler Radmarathon | |
04.30 Uhr erinnerte mich der Wecker ans aufstehen. Das muss wohl ein Albtraum sein, waren meine ersten Gedanken an diesem Tag. Wer kann mich nur um diese Zeit wecken. Schnell erinnerte ich mich jedoch was heute für ein Tag ist. Mein erster Blick galt meiner Radflasche mit meiner Mixtur. Wie ist die Konsistenz. War zwar ein wenig eingedickt aber das konnte durch kräftiges schütteln wieder behoben werden. Wie wird sich das Zeug wohl in meinem Magen verhalten. Ich holte die Zimmerpflanze wieder vom Balkon. An den verwelkten blättern konnte ich erkennen, dass es kalt ist und ich eine Windjacke mitnehmen muss. Punkt 05.00 Uhr Frühstück mit Vollkornbrot und Schinken mit Käse. Nachher noch eine Schüssel Haferflocken. Dann musste alles sehr schnell gehen. Luftdruck prüfen, anziehen, ausziehen, kurz überlegen und dann doch wieder ersteres anziehen. Bei noch Dunkelheit ging es dann an den Start. Die große Menge an Starter täuschte ein Wärmegefühl vor. Ich war schon kurz beim Überlegen ob ich die Jacke dalassen sollte aber das Schicksal der Zimmerpflanze kam mir sofort wieder in Erinnerung und ich behielt die Jacke an. Punkt 06.30 Uhr viel der Startschuss. Ich wollte schon lostreten aber nichts passierte. Was war nur los. Warum fahren die Leute vor mir nicht. Immer diese Staus bei Schlechtwetter. Durch den Startschuss begann es auch leicht zu regnen. Hätten wir nicht einen leisen Start machen können, nein immer mit einem Krach und dann beginnt es zu regnen. Nach zehn Minuten setze sich die Menge vor mir in Bewegung. In vierzig Minuten ging es dann nach Ötz. Der erste Berg stand auf dem Programm Das Kühtai, bis jetzt von mir immer gefürchtet, aber mit lockerem Tritt und der Geheimwaffe, einer bergtauglichen Übersetzung und nicht einer Warmduscher Übersetzung wie 12-25 (Die sind ja alle nur zu faul um zu kurbeln) , ging es dann ins Kühtai. Irgendwie war es eine ernste Angelegenheit. Keiner wollte mit mir Quatschen. Ich hätte doch meinen MP3 Player mitnehmen sollen. Kurz vor dem Kühtai hatte sich der Fotograf platziert. Jeder wurde beim vorbeifahren fotografiert. Ich überlegte kurz ob ich einige Male zurück fahren sollte dass er mich öfter fotografieren kann, aber das sind ja Profis also begnügte ich mich mit einmal vorbei fahren. Wird schon was werden. Nach einer Stunde und achtundzwanzig Minuten war ich dann am Kühtai. An der Labestation musste ich voller Entsetzen feststellen, dass es kein Kaffeejoghurt gibt, vielleicht gibt es ja eines am Brenner, also fuhr ich ohne etwas zu konsumieren weiter. Die Abfahrt war ein riesiger Spaß. Mit hoher Geschwindigkeit gings Tal auswärts. Bei dieser Fahrt konnte ich schon eine Verbesserungsmöglichkeit fürs nächste Jahr feststellen. Die Bremsen kann ich abmontieren, bei Regen funktionieren sie ja doch nicht. Also unnötiges Gewicht. Nach dreiundvierzig Minuten war ich in Innsbruck wo es Richtung Brenner ging. Hoffentlich zum Kaffeejoghurt. Meine Mixtur hat sich durch die Kälte weiter verhärtet. Das Trinken ist schon anstrengender als Radfahren. Die Fahrt auf den Brenner war eigentlich Ereignislos. Bei einigen hatte ich das Gefühl die haben etwas gestohlen von gemütlichem Radeln war da nichts zu sehen. Die werden schon wissen was sie da tun. Jedem Zuschauer persönlich die Hand zu geben habe ich bereits Talauswärts aus dem Ötztal aufgegeben. Das waren einfach zu viele. In einer Stunde und sechsundzwanzig Minuten war der Brenner erreicht. Meine Befürchtungen wurden wahr. Kein Kaffeejoghurt war vorhanden, also fuhr ich wieder ohne etwas zu konsumieren weiter. Nach dreiundzwanzig Minuten war die Abfahrt bis zum Anstieg zum Jaufen geschafft. Mit gleichmäßigem Tritt ging ich die angenehme Steigung zum Jaufen an. Wie soll ich nur an mein Kaffeejohurt kommen, waren zu diesem Zeitpunkt meine größte Sorge. Diese Sorge wurde aber rasch von einem immer größer werdenden Druck in der Blase abgelöst. Ich musst eine kurze Pinkelpause einlegen. Da ich die aktuelle Ausgabe der Tour Zeitschrift vergessen hatte, musste ich ohne Lektüre mein Geschäft erledigen. Aus diesem Grund setzte ich dann sofort die Fahrt fort. Bei leichtem Regen erreichte ich den Jaufenpaß nach einer Stunde und zwanzig Minuten. Natürlich wieder kein Joghurt. Ich hätte nun jedes Joghurt genommen aber leider gab es keines. Diesmal ließ ich meine Flasche mit Wasser füllen. Eigentlich wollte ich Granderwasser, aber leider haben die Leute gemeint, das würde ungefähr eine Stunde dauern bis sie das Wasser besorgt haben und ob ich warten würde oder später nochmals vorbeischauen würde. Ich entschloss mich das normale Wasser zu nehmen und nicht später nochmals vorbeizuschauen. Die Abfahrt vom Jaufenpaß war ein Erlebnis. Steil, schnell und wenig zum Treten. Vierundzwanzig Minuten benötigte ich für die Abfahrt. In St. Leonhard traf es mich wie ein Schlag ins Gesicht. Die Sonne schien und es war warm. Was soll ich nun mit den ganzen Sachen machen die ich fürs kalte Wetter mit hatte. Wenn ich ins Hotelzimmer komme werde ich der Zimmerpflanze was erzählen. Von wegen kalt. Irgendwie konnte ich dann doch alles in meine Rückentasche stecken. Aber dieser Vorfall hatte mich etwas aus dem Konzept gebracht. Dazu kam jetzt noch, dass meine Mixtur zwar dünnflüssiger wurde aber dafür schrecklich schmeckte. Durch dieses Ärgern fand ich keinen runden Tritt mehr und die Fahrt bis zur Labestation auf halber Höhe zum Timmelsjoch wurde zur Qual. Für diese 1000 Höhenmeter benötigte ich eine Stunde und dreißig Minuten. Mit letzter Kraft und Entschlossenheit rettete ich mich zur Labestation. Nun war es mir egal ob sie eine Joghurt haben oder nicht ich wollte eines haben. Nach einiger Diskussion und Nährwertanalyse konnte ich dann doch von Balisto, Kuchen, Banane, Apfelsaft und RedBull überzeugt werden. Durchs Essen wurde ich von meinem Ärger abgelenkt und ich fand meinen Tritt wieder. Ohne allzu großen Qualen ging es dann aufs Timmesljoch wo ich von einem eisigem Wind und Regen empfangen wurde. An dieser Stelle wurde mir mein Fehler bewusst. Ich brauche fürs nächste Jahr zwei Zimmerpflanzen, eine Tiroler Pflanze und eine Südtiroler Pflanze. Woher hätte meine Pflanze wissen sollen wie kalt es in Südtirol ist. Nach einer weiteren Stunde und zehn Minuten hatte ich das Timmelsjoch erreicht. Die Abfahrt bis zum Gegenanstich zur Mautstelle ging problemlos. An dieser Stelle muss ich meinen Kritikern eingestehen, ich habe diesen Anstieg zur Mautstelle nicht auf der Scheibe durchgefahren. Ab halber Höhe ging es nicht mehr und ich musste auf den kleinen Kranz schalten. Nach der Mautstelle ging es nur mehr bergab nach Sölden, glaubte ich zumindest. Auf dem letzten kleinen Anstieg vor Sölden spürte ich plötzlich wie mein rechter Oberschenkel zu krampfen anfing. Ich nahm etwas Tempo heraus und fuhr in Schneckentempo den letzten Anstieg der eigentlich gar kein Anstieg ist. Dann ging es nach Sölden. Das Ziel erreichte ich unter zehn Stunden und zwanzig Minuten. Der Ötztaler Radmarathon war für mich ein Erlebnis. Es war ein wahnsinnig gutes Gefühl im Ziel zu sein und wieder Kaffeejoghurt essen zu können. Ich lernte zu schätzen wie es ist über zehn Stunden ohne JOGHURT und ich werde den ÖTZI nur wieder fahren wenn ich auf der Strecke zumindest ein Joghurt bekomme. Nie mehr diese Qualen. Der Ötzi war die reinste Kaffeejoghurtentzugsfolter. Gebt den Labestationen Joghurt. Wie soll man da Leistung bringen.
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| Samstag, der 26.08.06 der letzte Tag vor dem Ötzi | |
| Am Vormittag noch kurz die wichtigsten Sachen zusammengerichtet. Um die Mittagszeit begann ich mein Powergetränk zu mixen von dem ich mir verspreche, dass es mich über die Ötzi Distanz bringt. Habe alles so zusammengemixt wie ich es mir vorgestellt habe. Das Ergebnis sah ungefähr wie Eierlikör oder Pudding aus. Die Konsistenz war eher so wie Pudding. Mit viel Mühe kann ich es sogar aus der Radflasche drücken. Der Ötzi ist ja der richtige Ort um so etwas zu testen. Wenn es funktioniert werde ich euch die genauen Zutaten mitteilen. Am Nachmittag ging es dann ins eisige Sölden. Bestes Wetter um mich so richtig auszutoben. Nach dem Abholen des Starterpakets ging es noch zum Essen. Habe natürlich auf Kohlenhydrate verzichtet. Na ja fast, wenn man auf die ganzen Bier absieht. Ich wollte natürlich früh schlafen gehen, aber es blieb beim Wollen. Vor dem Schlafen stellte ich noch die Zimmerpflanze auf den Balkon. Dreieinhalb Stunden Schlaf sind es dann doch geworden. An dieser Stelle möchte ich noch unserem robusten freundlichen Wirt danken. | |
| Freitag, der 25.08.06 noch 1 Tag | |
| Die mentale Stärke vor dem großen Tag ist enorm. Leider ist die Abweichung zwischen Willen und Körper ebenfalls enorm. Darum wird es wohl eher die Norm als enorm werden. Zum Glück nehmen es die anderen auch nicht so ernst. Die essen die letzten Tage nur mehr Kohlenhydrate. Kann gar nicht verstehen, dass man bei Nudeln immer so schwach werden kann. Ich kann den Kohlenhydraten ganz leicht widerstehen und esse lieber etwas gesünders wie Schokolade von Munz oder Suchard oder eben irgend einem Schokoladenerzeuger. Natürlich kann man auch Schokoladenkuchen oder Schokoladepudding essen. Eigentlich alles mit viel Schokolade. Werde mir beim Ötzi in St. Leonhard ein großes Eis mit Schokoladensouce und Sahne gönnen wenn ich auf die restlichen 3999 Radfahrer warte, dass sie zurückkommen und mich über das Timmelsjöchele mitnehmen. Gibt es eigentlich auf das Timmelsjoch eine Geschwindigkeitsbegrenzung und muss ich mich wenn es eine gibt mich daran halten? | |
| Donnerstag, der 24.08.06 noch 2 Tage | |
Noch zwei Tage bis zum Ötzi hin und das Wetter hielt mich von einem Training ab. Wie soll ich mich da nochmals richtig blau fahren? Wie sollen da nochmals meine Muskeln ausgelastet werden? Anstelle von Training möchte ich heute beginnen mit Ernährungsirrtümer und andere Irrtümer aufzuräumen. Irrtum 1.) Nudeln enthalten viele Kohlenhydrate und sind deshalb vor dem Rennen gut. Irrtum 2.) Müsliriegel während den Rennen bieten Nahrung für die Muskeln Irrtum3.) Gels sind schnellere Energielieferanten Irrtum4.) Durch gezieltes Training kann man gute Leistungen erbringen Irrtum5.) Wer langsam in einen Berg reinfährt verliert am Ende weniger Zeit Irrtum 6.) Leichte Fahrer sind die besseren Bergfahrer Nun die Erklärung warum diese Aussagen nicht stimmen. Zu 1.) Wenn Nudeln vor dem Rennen gut wären dann müssten sie ja aus Kaffeejoghurt gemacht sein und das sind sie nicht. Zu 2.) Wären Müsliriegel besser als BigMac's warum sollte dann ein Fahrer wie ich mit BigMac fahren. Zu 3.) Gels sind so zähflüssig, die erreichen ja nicht einmal den Magen. Sie bleiben noch in der Speiseröhre kleben. Da ist eine gute fettig Hartwurst viel besser, die fällt sofort in den Magen und der kann dann sofort mit der Verdauung beginnen. Das Gel erreicht den Magen erst Stunden später. Zu 4.) Durch Training könnte jeder Leistungen erbringen also mindert Training den Wert der Leistung. Gute Leistungen erbringen nur Untrainierte. Mit etwas handwerklichem Geschick kann man auch gute Leistungen erbringen. Ist doch keine Hexerei eine Leiste anzubringen. Zu 5.) Laut Unfallstatistiken ist es egal ob man langsam in einen Berg reinfährt oder schneller. Ein größerer Faktor ist wie groß der Berg (Hindernis) ist in den man reinfährt. In einen Berg reinfahren ist mit dem Rad normalerweise nie gesund. (Berg Steine, Berg Scherben, Berg Erde, Bergschafe, Bergziege, Berggemse, Bergepanzer, Bergwerk da findet man sehr schwer wieder raus, usw.) Zu 6.) Dann müsste ich ja noch einige Kilo abnehmen und da ich das nicht mache muss es sich um einen Irrtum handeln. |
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| Mittwoch, der 23.08.06 noch 3 Tage | |
| Drei Tage bis zum Ötzi und ich bin zum Nichtstun verurteilt. Jetzt kann ich nichts mehr ändern. Meinen Joghurt Konsum habe ich schon begonnen zu senken um die ganzen Joghurtspeicher zu entleeren. Diese werde ich dann am Samstag mit zwei Liter Kaffeejoghurt wieder füllen. Den Trainingsentzugsfrust bewältige ich derzeit mit Schokolade. Leider keine von Munz. Das werde ich wohl noch für die restlichen drei Tage ändern. | |
| Dienstag, der 22.08.06 noch 4 Tage | |
| Die Geheimwaffe im Keller ging es heute mit dem Radclub gemütlich von Innsbruck nach Haiming und über Mieming zurück. Zurück am Ausgangspunkt wurden noch ein oder mehrere Bier, Radler getrunken. War heute ein optimales GA1 Training. | |
| Montag, der 21.08.06 noch 5 Tage | |
| Heute war es nun soweit. Nach langer Wartezeit und gerade noch zur richtigen Zeit konnte ich die Geheimwaffe mein Eigen nennen. Punkt 19.30 Uhr startet ich meinen ersten Versuch und es war Wahnsinn. Ein unbeschreibliches Gefühl, einfach ein anderes Fahrerlebnis. Leider konnte ich nicht länger als 30 Minuten testen aber bereits nach diesem Test war ich mir sicher. Jetzt kann der Ötzi kommen. Meinen letzten Trumpf habe ich heute probiert und es sieht gut aus. Sehr gut sogar. Heute war der erste Tag in den letzten 183 Tagen an dem ich mich auf den Sonntag gefreut habe. Ich kann es schon gar nicht mehr erwarten. Jetzt kann mir nicht mal mehr das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Ich werde den Ötzi fahren und ich freue mich schon richtig darauf. Am Morgen das Kühtai und am Nachmittag das Timmelsjoch was will man mehr. Es wird einen riesigen Spaß machen aufs Timmelsjoch zu fahren. Der Berg, die Aussicht der lockere Tritt und der Spaß am Radfahren. Was will man mehr. Ich freue mich schon wie ein kleines Kind auf Weihnachten. juhu nur mehr 5 Tage. | |
| Sonntag, der 20.08.06 noch 6 Tage | |
| Regeneration war angesagt und hatte sehr viel mit Regen zu tun. Natürlich versuchte ich die verbrauchte Energie in Form von viel Fleisch, Schokolade, Müsliriegel, Kekse, Joghurt, Käsekrainer, Salami und Wienerschnitzel wieder zu kompensieren. Was mir sicher auch gelang. Mein Tag wurde durch den Umstand getrübt, dass nur mehr 6 Tage bis zu Ötzi sind und meine Geheimwaffe noch nicht zur Verfügung steht. | |
| Samstag, der 19.08.06 noch 7 Tage | |
| Heute war der große, letzte Ötzi Test angesagt. Leider musste ich für den Test auf die Ötzi Geheimwaffe verzichten da sie mir noch nicht zur Verfügung stand. Der Test wurde aber trotzdem durchgeführt. Es ging von Hatting über den Holzleitensattel über den Fernpass nach Perwang, dann durchs Namlostal nach Stanzach, über das Hanntenjoch nach Imst. Von dort nach Arzl und über Jerzens nach Ötz und dann zum dritten mal in dieser Woche über das Kühtai nach Hatting. In Summe 200 Kilometer und 4200 Höhenmeter. Nach diesem Test war ich mir Sicher, dass mir jetzt nur mehr die Geheimwaffe fehlt und dann kann der Ötzi kommen. | |
| Feitag, der 18.08.06 noch 8 Tage | |
| Nach der Arbeit zog es mich mit dem Bike wieder in Richtung Kühtai. Eine neue Taktik wurde ausprobiert und ich wurde davon überzeugt, dass das die falsche Taktik ist. Heute hätte meine Ötzi Geheimwaffe fertig werden sollen. Damit hätte ich noch 8 Tage Zeit gehabt zu testen. Leider gab es Probleme und mir stand die Ötzi Waffe noch nicht zur Verfügung. Die Zeit wird langsam eng. | |
| Mittwoch, der 16.08.06 bis Donnerstag der 17.08.06 noch 9 Tage | |
Langsam rennt mir die Zeit davon. Anstelle von Training düftelte ich weiter im Forschungslabor und kein Licht am Horizont ist zu sehen und nur mehr 9 Tage. Wird sich alles noch ausgehen bis zum Ötzi. Wann soll ich meine letzten Tests machen wenn ich nicht fertig werde. |
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| Dienstag, der 15.08.06 noch 11 Tage | |
| Heute am Feiertag war Pause im Radforschungslabor angesagt und ich konnte mich mal wieder auf dem Rad bewegen. Es konnte nicht anders sein. Es zog mich zu dem Schicksalsberg des Ötzis hin, dem berüchtigten Kühtai. Mit reduziertem Tempo versuchte ich verschiedene Taktikvarianten zu fahren. Leider auch hier kein durchschlagender Erfolg. | |
| Montag, der 07.08.06 bis Montag der 14.08.06 noch 12 Tage | |
| Eine Woche kein Training. Ich verbrachte die ganze Freizeit im Forschungslabor und versuchte noch den Durchbruch für den Ötzi zu schaffen. Sehr viele Tests am Rad wurden durchgeführt ohne wesentlichen Erfolg. Der Kaffeejoghurt Verbrauch ist auf 3 Liter in der Woche gesunken. Ich beginne mir langsam Sorgen zu machen. | |
| Sonntag, der 06.08.06 noch 20 Tage | |
| Nach nur drei Stunden Schlaf gab es bei Regenwetter nur eine Entscheidung. Nicht auf die Berge fahren sondern nach Erpfendorf zum Einzelzeitfahren. Mein erstes Einzelzeitfahren. Wir fanden dort optimale Bedingungen vor. Starker Regen, also saubere Straßen. Eisig Kalt, also keine Gefahr dass sich das Material erwärmt und nicht mehr so stabil ist. Kurz gesagt ich konnte mein erstes Zeitfahren optimal durchführen. | |
| Samstag, der 05.08.06 noch 21 Tage | |
| War ja wieder höchste Zeit mal wieder einen Wettkampf zu bestreiten. Diesmal ein Mountainbikerennen zugunsten HIV Team Tirol. Mountainbiken ist ja eine meiner Lieblingsdisziplin aber leider bin ich heuer erst zweimal auf dem Mountainbike gefahren. Das Rennen verlief gut. Naja für meine Verhältnisse. Nachher wurde dann noch kräftig gefeiert bis in die Morgenstunden. | |
| Freitag, der 04.08.06 noch 22 Tage | |
| Aufgrund der am Wochenende anstehenden Wettkämpfe durfte ich heute nur mein mentales Training durchführen. Nach sieben anstrengenden Minuten war ich dann froh, dass ich das Training hinter mich gebracht hatte und belohnte mich mit der gesunden guten braunen Flüssigkeit namens Joghurt. | |
| Donnerstag, der 03.08.06 noch 23 Tage | |
| Dank dem schlechten Wetter musste ich heute aufs Training verzichten. Wenn heute schönes Wetter gewesen wäre dann hätte ich auch keine Zeit gehabt. Also versuchte ich meine Muskelmasse mit Joghurt und Schokolade zu formen | |
| Mittwoch, der 02.08.06 noch 24 Tage | |
| Die Arbeit für die Uni sollte seit einem Tag fertig sein und ich bin noch zwei Wochen hinten. Wie soll ich da an ein gutes Training denken. Wie soll ich mein Form verbessern. Ein Möglichkeit zur Verbesserung der Form ist Schokolade. Zumindest zur Verbesserung der Bauchform | |
| Dienstag, der 01.08.06 noch 25 Tage | |
| Nur noch 25 Tage Zeit um mich auf den Ötzi vorzubereiten und ich musste meine ganze Freizeit der Uni spenden. Wie soll ich da beim Ötzi eine Zeit unter .. Stunden fahren. Ich weiß es nicht und werde von Selbstzweifel geplagt.. | |
| Montag, der 31.07.06 noch 26 Tage | |
| Der ganze Tag bestand aus Arbeiten, Tennis (verloren) und Uni- | |
| Sonntag, der 30.07.06 noch 27 Tage | |
| Nach dem gestrigen Bauchmuskeltraining (Grillfest bei Norbert) ging es heute mit dem Rad von Hatting nach Telfs, Holzleitensattel, Imst, Landeck, Fließ, Piller,Wenns, Imst, Telfs und zurück nach Hatting. Auf dem Weg auf den Piller musste ich absteigen und rasten. Das war ein gutes Zeichen denn in der Ruhe liegt die Kraft. Auf dem Heimweg konnte mich nicht einma ein Bienenstich halten. | |
| Samstag, der 29.07.06 noch 28 Tage | |
| Heute war der Termin zur Hinterhornalmchallange. Der Tag an dem man auf diese Alm so schnell wie möglich rauf fahren sollte. Ich entschloß mich eine neue Taktik zu probieren. Ich vermied es meine Stärke zu zeigen . Dies gelang mir am besten indem ich einfach nicht antrat. Ich konnte meine Stärke erfolgreich verheimlichen. Am Abend wurden die Bauchmuskeln mit intensiven Verdauungstraining belastet. | |
| Freitag, der 28.07.06 noch 29 Tage | |
| Anstelle von Training war heute arbeiten und private Sachen erledigen angesagt. | |
| Donnerstag, der 27.07.06 noch 30 Tage | |
| Bin nun wieder auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Konnte mich im Tennis durch Disziplin durchsetzen. Habe mich heute zum ersten Mal überzeugen lassen mit Kopf zu spielen und nicht alles zu erzwingen und es hat gewirkt. Sollte ich das womöglich beim Radfahren auch anwenden? Nicht immer voll fahren sondern mit Taktik. Vielleicht doch mal die ersten hundert Meter nur mit 90% fahren und dann erst auf 100% gehen. Habe heute auch ein Schokoladenjoghurt deutscher Herkunft probiert Werde wieder auf Tirolmilch Kaffeejoghurt umsteigen. Das kommt wenigstens von glücklichen Kühen. Von Radbegeisterten Kühen. Habe mal eine Kuh auf einer Alm getroffen die hat sich so für mein Mountainbike interessiert, dass sie sich gar nicht mehr von meinem Sattel lösen wollte. | |
| Mittwoch, der 26.07.06 noch 31 Tage | |
| Heute machte ich eine schreckliche Entdeckung. Mein erstes Hitzeopfer und ich musste erste Hilfe leisten. Sie lag regungslos vor mir von Flüssigkeit umgeben. So einen Anblick hatte ich nicht erwartet. Ich war kurzzeitig bewegungslos und konnte erst Sekunden später reagieren. Es war alles meine Schuld. Es hätte mir auffallen müssen, dass sie die Hitze nicht verträgt. Aber ich habe sie nicht beachtet und nun musste ich schnell handeln. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Die erste war einen kühlen Platz zu suchen und hoffen dass sie sich wieder erholt oder die zweite war sie sofort zu essen. Wie konnte ich nur meine Lieblingsschokolade dieser Hitze aussetzen. Sie schmolz und lag nun ihn ihrem eigenen Saft. Ich entschied mich fürs Notessen alles andere hätte sowieso nur kurzzeitigen Aufschub bedeutet. | |
| Dienstag, der 25.07.06 noch 32 Tage | |
| Die heutige Klubausfahrt begann ja recht harmlos. In angenehmen Tempo ging es von Innsbruck über die Brennerbundesstraße nach Steinach. Von dort aus ins Gschnitztal zurück bis zum Gasthaus Feuerstein. Dort wurde ich mit Gewalt gezwungen noch auf die Laponisalm mitzufahren. Weiters wurde ich dazu genötigt ein mir viel zu schnelles und hartes Tempo auf die Alm zu fahren. Nicht einmal die riesigen Speckknödel konnten mich nachher noch in Form bringen. Sie brachten mich eher außer Form. | |
| Montag, der 24.07.06 noch 33 Tage | |
| Heute war wieder mal Tennis angesagt. Super Ergebnis 6:4 und 7:5 verloren. Was kann man von einem Radfahrer schon erwarten bei einem Sport bei dem man in einer Hand den Schläger halten muss und in der anderen einen Tennisball und permanent vom Gegner beschossen wird, wenn man aus der Radflasche trinkt. Armer Ball musste die ganze Zeit ohne Windschatten auskommen. | |
| Sonntag, der 23.07.06 noch 34 Tage | |
| Heute Sonntag ließ ich mal so richtig meinen Magen arbeiten. Er bekam heute Intervalltraining. Angefangen mit Nudeln, Schokolade, einen halben Liter Kaffeejoghurt, eine Linserschnitte, eine weitere Schokolade, zwei Dublo, ein Erdbeerjoghurt, eine Käsekrainer, eine weitere Schokolade, ein Twinieis, noch ein Erdbeerjoghurt und einen Liter Orangensaft. Ich hoffe ich habe nichts vergessen. | |
| Samstag, der 22.07.06 noch 35 Tage | |
| Eigentlich hätte ich heute eine Trainingseinheit geplant. Leider konnte ich diese aus privaten Gründen nicht durchziehen | |
| Freitag, der 21.07.06 noch 36 Tage | |
| Zeit für eine Trainigspause und mal wieder was für die UNI zu tun der nächste Abgabetermin wartet. Also prioritäten auf die UNI und Hausarbeit schreiben | |
| Donnerstag, der 20.07.06 noch 37 Tage | |
| Um die Muskeln zu lockern ging es heute 96 Kilometer durchs Inntal. Mal schneller, mal langsamer. Aber ich fühlte mich gar nicht schlecht. | |
| Mittwoch, der 19.07.06 noch 38 Tage | |
| Um sechs bin ich aufgestanden und habe mir eine Portion Müsli gegönnt. Heute wollte ich es wissen. Wissen warum alle so viel Ehrfurcht davor haben. Wissen warum so viele sagen, einmal und nie mehr wieder. Wissen warum viele beahupten ich werde das nicht schaffen. Heute war es nun soweit. Ich werde mir mal den Ötzi anschauen und testen ob ich in letzter Zeit genügend Geheimtraining, genügend Kaffeejoghurt und auch genug geradelt bin. Um halb acht starteten wir in Innsbruck. Warum sollten wir denn früher fahren wo doch keine Labestationen aufgestellt sind. Ganz nach diesem Motto ging es dann in gemäßigtem Tempo auf den Brenner und weiter nach Sterzing. Dort tankten wir dann ein wenig Flüssigkeit und schon ging es weiter auf den Jaufen. Ist ja eine gemütliche Steigung gerade richtig um warm zu werden. Oben angekommen waren wir genügend warm um ein kühles Blondes zu vertragen. Der Alkohol sorgte dann für die notwendige Beschleunigung nach St. Leonhard. Dort angekommen wollten wir bei einem Mittagessen auf die fürs Timmelsjoch notwendige Hitze warten. Die Wartezeit wurde mit einem halben Liter Weißwein verkürzt. Nach eineinhalb Stunden war es dann soweit. Das Timmelsjoch wartetet. Das Warten hatte sich gelohnt. Die notwenidge Hitze war vorhanden. Die Uhr auf dem Lenker zeigte 43 Grad als wir bergwärts fuhren. Der Weißwein und die große Portion Nudeln konnten mich auf den nächsten 1000 Höhenmeter vor einer Leistungsexplosion bewahren. Die darauf folgenden 700 Höhenmeter gingen dann wieder fast normal. Der Alkohol musste jetzt wirken. Vom Timmelsjoch ging es dann über den kurzen Gegenanstich ( kann man fast voll fahren) nach Obergurgl wo die nächste Einkehr angesagt war. Nach kurzer Rast, rasten wir Richtung Ötz wo es Zeit war die richtige Entscheidung zu treffen. Übers Inntal oder übers Kühtai nach Innsbruck. Der einzige Unterschied 1200 Höhenmeter. Wir waren kurz unsicher was uns zu einem kurzen Telefongespräch mit dem Trainer veranlasste. Der Trainer meinte "Wenn's euch stark fühlts dann könns ruhig übers Kühtai fahren". Damit war es geschehen. Wenns euch stark fühlts. Natürlich fühlen wir uns stark und wie stark. Also gabs nur mehr den Weg übers Kühtai. Kurz vor dem Ochsengarten war ich kurz davor eine Umweltsünde zu begehen. Ich wollte wertvolles Carbon im Wald entsorgen. Irgendwie kam der Umweltgedanke dann doch durch und ich entschloss mich mein Bike erst zu Hause zu entsorgen. Die Zähne zusammen gebissen ging es dann aufs Kühtai und dann ab ins Tal. Naja der Ötzi wird schon ein wenig überbewertet. Mit genügend Kaffeejoghurt kein Problem. | |
| Dienstag, der 18.07.06 noch 39 Tage | |
| Aus taktischen Gründen verzichtete ich heute auf eine Radtour und ernährte mich einem Sportler gemäß mit Nudeln und Joghurt. Relativ früh ging ich heute schlafen um auf sechs Stunden Schlaf zu kommen. | |
| Montag, der 17.07.06 noch 40 Tage | |
| Wieder versuchte ich einen Tag ohne Schokolade auszukommen und ich fühlte mich schlecht und matt. Langsam kommt mir der Verdacht, dass ich meine bisherige Energie aus der Schokolade und dem Kaffeejoghurt geholt habe. Warum bewehrtes umstellen. Am Abend spielte ich Tennis und konnte auf der ganzen Linie überzeugen. Schlechter war es vor und hinter der Linie. | |
| Sonntag, der 16.07.06 noch 41 Tage | |
| Aus familiären Gründen konnte ich heute ausnahmsweise mal nicht trainieren. Meine heutige Ernährung bestand aus 27g Eiweiß, 40g Kohlenhydrate davon 8 g Zucker, 25g Fett, 3g Ballaststoffe und 2,3 g Kochsalz. Das ganze wurde in einer braunen Schachtel mit einem goldenem "m" darauf serviert bezw. ausgegeben. | |
| Samstag, er 15.07.06 noch 42 Tage | |
| Da ich nicht schlafen konnte beschloss ich den Tag auf dem Bike zu beginnen. Kurz überlegte ich wohin es gehen könnte und da war mir klar "aufi muss es sein" Voller Energie fuhr ich Richtung Stubaier Gletscher und ich fühlte mich gut und stark. Stark schwitzend und mit heraushängender Zunge und hochrotem Kopf aber einem hervorragendem Cholesterinwert ereichte ich den Stubaier Gletscher. Bei starkem Gegenwind trat ich dann meine Heimreise an und konnte durch eine wagemutige Abfahrt noch einige Fliegen und Mücken verehren. | |
| Freitag, der 14.07.06 noch 43 Tage | |
| Nach dem anstrengenden Tag und Abend gestern musste ich heute eine Trainingspause einlegen. Irgendwie fühlte ich mich nicht so richtig super. Könnte am Kaffeejoghurt und Schokolade Entzug liegen. Laut Aussage des Trainers sollte ich den Verzehr ein wenig einschränken. Meine Gefühle sagen mir, dass mich das mehr schwächt als stärkt. | |
| Donnerstag, der 13.07.06 noch 44 Tage | |
| Donnerstag ist normalerweise die Ausfahrt mit dem Radclub. Leider konnte ich nicht teilnehmen und musste anstelle des Radtraining zu einer Grillfeier. Ich schaute dass ich genug Proteine zu mir nahm und verdünnte diese mit etwas Flüssigkeit. Die Proteine verfeinerte ich mit einer Gelartigen Substanz auch Sauce genannt.. | |
| Mittwoch, der 12.07.06 noch 45 Tage | |
| Tennis war heute angesagt. Pünktlich zum Spielbeginn setzte starker Regen ein und eine Tenniseinheit war nicht mehr möglich. Um nicht ganz aufs Training zu verzichten beschloss ich etwas für die Bauchmuskeln zu machen. Das gelang mir am besten mit einer Salami Pizza und Bier. Ich spürte richtig den Bauchmuskelzuwachs. | |
| Dienstag, der 11.07.06 noch 46 Tage | |
| Kurz nach sechs am Morgen startete ich heute meine erste Trainingseinheit und musste feststellen, dass die Schmerzen im Fuß nicht besser waren als am Vortag. Die ganze Einheit war eine Qual. Den ganzen Tag grübelte ich über mögliche Ursachen. Alles mögliche ging mir durch den Kopf. War vielleicht der Abschlusspfropfen des Lenkerbandes schuld. Da habe ich einen verloren musste einen silbernen gegen einen schwarzen tauschen. Am Abend startet ich meine zweite Trainingseinheit mit veränderter Sitzposition und es ging schon ein wenig besser. Die Schmerzen kamen aber nach ca einer Stunde wieder was mich zu einer neuerlichen Positionswechsel veranlasste. Ich hoffe ich bekomme das bis zum Ötzi in den Griff. | |
| Montag, der 10.07.06 noch 47 Tage | |
| Heute hatte ich wohl mein Moralisches Tief. Ich war mir nicht mal mehr sicher ob es richtig war mich zum Ötzi anzumelden. Nicht einmal mein Bike verstand mich mehr. Früher war ich eine Einheit mit meinem Treck Bike und den Rolf Felgen. Heute kam es mir vor als ob mein Bike gegen mich war. Mein Hintern schmerzte. Mein Wadenmuskel war ein einziges ziehen. Die Fußsohlen brannten. Irgendwie komisch. Auch beim anschließenden Tennis wurde ich nicht gerade motiviert. Sollte ich doch nicht für Sport geeignet sein. Sind das schon Kaffeejoghurt Entzugserscheinungen oder ist es das fehlende Geheimtraining. Hat jemand beim RATA meine Energie angezapft. Ist mein Bike mit mir böse, dass ich es an jemanden verliehen habe. Werde meinem Bike wohl einige Streicheleinheiten zukommen lassen müssen. Vielleicht wird es dann besser. | |
| Sonntag, der 09.07.06 noch 48 Tage | |
| Nach 12 Stunden Schlaf bin ich aufgewacht und war mir nicht mehr sicher ob mein Polster überhaupt Geräusche von sich gibt. Noch geschafft von den Strapazen der Vortage verzichtet ich aufs Training. Ich habe ja am Vortag gesehen, dass man nicht durch Training zum Erfolg kommt. Viel wichtiger als Training ist Ausdauer und Kraft. In diesem Sinne kein Training und volle Konzentration auf die Ausdauer. Hoffentlich ist es nach dem Ötzi nicht auf Dauer aus mit mir.. | |
| Samstag, der 08.07.06 noch 49 Tage | |
| Ich saß am Beginn des 08 immer noch im Betreuerfahrzeug und bei einsetzendem Schneefall konnte mich fast nichts mehr im Auto halten. Ich wollte unbedingt auf mein Bike und das super Wetter genießen. Meine Betreuerkollegen konnten mich dann doch noch überzeugen, dass es nun wichtiger war die Betreuung aufrecht zu halten als meinem Vergnügen bei Schnee und Regen und Kälte auf dem Rad nachzugehen. Im Sinne der Vernunft ließ ich mich dann überzeugen und ich verzichtet auf mein Vergnügen. Um die Mittagszeit erreichten wir dann das Ziel und ich musste mich mit fast nur einem Bier abkühlen und erfrischen. Nach 40 Stunden ohne Schlaf ging es am späteren Abend dann zum intensiven horchen am Polster. Stundelang konnte ich keine Geräusche feststellen. | |
| Freitag, der 07.07.06 noch 50 Tage | |
| Heute konnte ich einen echten Vorgeschmack für den Ötzi bekommen. Punkt 12.00 Uhr wurde das Rata gestartet. Norbert am Bike und wir im Betreuerfahrzeug. Leichter Regen steuerte zum romantischen Schottland Wetter bei. Das muss so richtig Spaß gemacht haben im Regen zu fahren. Leider musste ich im Betreuerfahrzeug bleiben und konnte so den Regen nicht richtig genießen. Die zwölf Stunden des restlichen heutigen Tag verbrachte ich mit Elektrolyt mischen und Radgewand für Norbert herrichten. | |
| Donnerstag, der 06.07.06 noch 51 Tage | |
| Leider war heute wieder kein Training möglich. Um 17.00 Uhr musste ich mich zum Briefing vom RATA06 in Nauders einfinden. Natürlich kam unser Hauptakteur Norbert so ca 45 Minuten später. Wer braucht denn schon den Teilnehmer bei so einem Briefing. Anschließend setzte ich mich für die Aktion "Sportler essen eine Pizza"ein. Diese Pizza verzehrten wir dann am Reschenpass . | |
| Mittwoch, der 05.07.2006 noch 52 Tage | |
| Heute wollte ich eine größere Radtour machen. Es blieb aber beim Wollen da mein Rad bereits bei Norbert ins Auto eingeladen wurde der schon voll bei den Vorbereitungen fürs RaceAcrossTheAlps war. Ich freu mich schon auf die 24 Stunden im Begleitfahrzeug. | |
| Dienstag, der 04.07.2006 noch 53 Tage | |
| Im Zeichen des WM Spiels Deutschland - Italien (0:2) konnte ich heute kein Training abhalten. | |
| Montag, der 03.07.2006 noch 54 Tage | |
| Heute konnte ich mich mal so richtig beim Tennis austoben. Arme Bälle, armer Schläger, armes Netz, glücklicher Gegner. Im Anschluss gab es noch Sportnahrung direkt vom McDrive. Danach fühlte ich mich dann wieder ein wenig besser und rundete das Ganze noch mit Schokolade und Stracciatella Joghurt ab. | |
| Sonntag, der 02.07.2006 noch 55 Tage | |
| Seit langem konnte ich heute wieder einmal eine Tour über 100 Kilometer fahren. Super Temperaturen und Sonnenschein konnten meinem Hautarzt wieder mal Arbeit bescheren. Wer verwendet schon Sonnencreme in Zeiten von Doping. Werde mal nachschlagen welche Sonnencremen nicht auf der Dopingliste sind um zukünftigen Rötungen entgegenzuwirken. Ist ein BigMac ein geeignetes Nahrungsergänzungsmittel? | |
| Samstag, der 01.07.2006 noch 56 Tage | |
| Am Vormittag machte ich eine Mountainbike Tour auf zwei Almen und wechselte dann am Nachmittag mit einer 10 Minuten Pause aufs Rennrad und musste leider wieder mal einen großen Irrtum unserer Meteorologen feststellen. Von den vorhergesagten 0 Prozent Gewitterwahrscheinlichkeit wurde ich voll getroffen. Wie ist es erst wenn 50 Prozent Gewitter Wahrscheinlichkeit vorausgesagt wird. | |
| Freitag, der 30.06.2006 noch 57 Tage | |
| Die letzte Prüfung fürs Sommersemester abgeschlossen konnte ich mich heute schon wieder meinem Training zuwenden. Bin am Nachmittag gleich eine Gewaltstour gefahren. 24 Kilometer und ganze 350 Höhenmeter. Das war ja fast schon ein ganzer Ötzi. Weiters entdeckte ich heute eine Marktlücke. Joghurt in Radflaschen. Werde mal bei gewissen Firmen Vorstellig werden.. | |
| Donnerstag, der 29.06.2006 noch 58 Tage | |
| Neuerlich ein Tag ohne Sport. Dafür konnte ich die erste von zwei Prüfungen hinter mich bringen. Am Abend musste ich mich wieder meinem Studium und der nächsten anstehenden Prüfung widmen. Diesmal kann ich aber leider überhaupt keinen Zusammenhang zum Sport finden. Also auch kein Nutzen für den Ötzi außer dass die Kraft durch die Ruhephasen aufgebaut wird. Warum trainieren dann eigentlich alle anderen so viel? | |
| Mittwoch, der 28.06.2006 noch 59 Tage | |
| Nur noch 59 Tage und ich muss mich an Stelle des Trainings einer UNI Prüfung widmen. Natürlich konnte ich mir neben zu noch einige Gedanken machen. Das gestrige Fußballspiel Spanien - Frankreich beschäftigte mich auch noch und hat Auswirkungen auf meine Rad Kariere. Aufgrund der Tatsache, dass ich auf Spanien gesetzt habe und mir Frankreich das verdorben hat wird das Konsequenzen haben. Ich werde an der heurigen Tour de France nicht teilnehmen. Das haben sie nun davon. Eine Frage die sich mir heute stellte ist, wirken Nasenpflaster auch gegen Oxidativen Stress oder dienen sie nur zur Filterung von fliegenden Getier. Gibt es Nasenpflaster auch als Kinderpflaster mit Comicfiguren? | |
| Dienstag, der 27.06.2006 noch 60 Tage | |
| Anstelle von einem Training beschäftigte ich mich heute mit der transduktion gustatorischer Reize. Habe nachher mein theoretisches Wissen sofort in der Praxis mit einem Liter Kaffeejoghurt und zwei Tassen Erdbeerjoghurt getestet. Das freute meine Papillen und löste im Gegenzug eine leichte Übelkeit aus. Am späteren Abend konnte ich noch etwas für die Tempohärte machen und durfte feststellen, dass ich die notwendige Tempohärte bereits besitze. Ich kann mich mehrmals mit einem Tempo Taschentuch schnäuzen ohne eine rote Nase zu bekommen. Das beweist wohl dass meine Nase schon die benötigte Tempohärte besitzt. | |
| Montag, der 26.06.2006 noch 61 Tage | |
| Am Morgen blätterte ich in der Tageszeitung und da traf es mich aus heiterem Himmel. Mein, in der letzten Woche gewonnener Fan "Bruno der Bär" "JJ1" (siehe dazu Tagebucheintrag vom 19.06 und 20.06), wurde heute erschossen. Jetzt wird wohl jedes Mittel versucht um mich aufzuhalten. Ich ließ mich aber nicht zu stark ablenken und konzentrierte mich auf das leichte ziehen von meinem linken hinteren Oberschenkel. Dieses Ziehen konnte ich durch eineinhalb Stunden Tennis verstärken und durch ein Brennen der Fußsohle ergänzen. Es tut so gut wenn der Schmerz nachlässt. Ich freue mich schon darauf. | |
| Sonntag, der 25.06.2006 noch 62 Tage | |
Um 04.30 aufgestanden und um 05.15 ging es dann nach Nauders zum diesjährigen Dreiländergiro. Um 08.30 Uhr fiel der Startschuss und ich machte mich mit genügend Nahrung auf den Weg. Nach vier Stunden und einunddreißig Minuten im Ziel angekommen, dachte ich mir, dass der Ötzi ruhig kommen kann. Er ist ja nicht mal dreimal so lang wie die heutige Strecke und ich wäre heute sicher noch mindestens drei Kilometer gekommen. Die von mir verzehrten Müsliriegel entwickelten ein Eigenleben und sorgten damit für eine super Idee. Ich werde mir das Buch "Bauchreden in 21 Tage"kaufen. Dann kann ich meine Gegner beim Ötzi Niederreden und keiner wird merken ob ich außer Atem bin. |
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| Samstag, der 24.06.2006 noch 63 Tage | |
| Heute war Trainingsfreier Tag. Irgendwie war diese Woche Trainigsfreie Woche, aber heute musste ich mich mental auf den morgigen Dreiländergiro vorbereiten. Daher bestand der heutige Tag aus Geheimtraining, mentales Training und Rad putzen. Für den Reinigungsprozess verwendete ich das ultraschnelle Formula1 Poliermittel. Dieses Mittel enthält Teflon. Wie wohl allen bekannt ist bleibt nichts an Teflon kleben. Da werden es morgen meine Gegner schwer haben an mir kleben zu bleiben. Nur wie bleibt das Teflon an meinem Bike kleben? | |
| Freitag, der 23.06.2006 noch 64 Tage | |
| Den ganzen Tag auf der Uni und weit weg von meinem Bike. Da freute ich mich schon so richtig aufs Zeitfahren. Natürlich nur zuschauen. Ich finde beim Zeitfahren kann man die Landschaft einfach zu wenig genießen. Deshalb bewege ich mich immer etwas langsamer. Gratulation an Norbert zu seinem dritten Platz. Am späteren Abend musste sich mein 152 Ps Moped noch einer Lärmmessung hingeben. Der polizeiliche Papierausdruck wird mir wohl noch ein wenig erhalten bleiben. An dieser Stelle möchte ich mich von meinem früheren Lebensmotto "Lärmfahrer sind Hörbarer" verabschieden und mich noch bei der Behörde für die Mitarbeit bedanken. | |
| Donnerstag, der 22.06.2006 noch 65 Tage | |
| Habe mich heute einer Körperanalyse für den Ötzi unterzogen. Jetzt fehlen mir nicht mehr viele Daten um die perfekte Strategie für den Ötzi zu finden. Die Problemstellung ist folgende. Wie kann 29,5 kg Interstitium, Knochen, Bindegewebe und 32,7 kg Muskel und Organzellmasse und 10,3 kg Fett und 7,6 kg Carbon, Metall und Kunststoff so schnell wie möglich über 237 Kilometer und 5500 Höhenmeter bewegt werden. | |
| Mittwoch, der 21.06.2006 noch 66 Tage | |
| Musste heute leider die Radclubausfahrt wegen einer Medizin Vorlesung sausen lassen. Die Vorlesung handelte vom riechen und schmecken. Das konnte ich weder Riechen noch Schmecken, dass das solange dauern würde. War aber interessant Leider konnte meine Frage, wie ich Riechen soll wann ich angreifen muss oder was meine Radgegner im Schilde führen, nicht beantwortet werden. | |
| Dienstag, der 20.06.2006 noch 67 Tage | |
| Das war gestern eine Bärenstarke Tour. Gestern wurden wir noch mit dem Rad in Brandenberg gesichtet und heute war es Bruno, der wohl meist Gesuchteste Bär Europas. Er hat uns da wohl nur knapp verpasst. So ist es halt mal mit den Fans. Die kommen öfter zu spät. Ich werde wohl in nächster Zeit darauf achten ob es einen Zusammenhang zwischen den von mir gewählten Radrouten und den von Bruno dem Bär gewählte Routen gibt. Werden Bären vom Schweißgeruch der Radfahrer angelockt? Habe heute auch eine Stunde Tennis gespielt, aber keinesfalls bärenstark. | |
| Montag, der 19.06.2006 noch 68 Tage | |
| Am Tag nach der TirolWestTrophy war lockeres abwärmen angesagt. Dazu haben wir eine geeignete Strecke mit 102 Kilometer und dank einen Abstecher nach Brandenberg in einen gewaltigen Wolkenbruch wurden es auch noch 1300 Höhenmeter. Unser Nahrungsdefizit konnte bei einem anschließenden Grillfest wieder beseitigt werden.. | |
| Sonntag, der 18.06.2006 noch 69 Tage (TirolWestTrophy) | |
| Um Sechs aufgestanden und schnell meine Hexenküche angeworfen. Drei Trinkfalschen mussten ja mit hochwertiger Flüssigkeit gefüllt werden. Die Zutaten kann ich leider nicht verraten. Nur ein Tipp. Eine bei Vollmond geerntete Zitrone verfeinert den Geschmack um einiges. Um sieben war Treffpunkt was mich dazu veranlasste das Haus um fünf nach sieben zu verlassen und führte zu einer kleinen Verspätung meinerseits. Dann ging es los zur uns noch unbekannten TirolWestTrophy (Gletscherkaiser). Ein Radrennen von Zams auf den Kaunertaler Gletscher. 55 Kilometer und 2000 Höhenmeter waren zu bewältigen und stellte eine Woche vor dem Dreiländergiro eine echte Standpunktbestimmung dar. Ich benötigte für diese Strecke zwei Stunden und 56 Minuten und musste damit nicht als letzter ins Ziel fahren. Heute war ich froh um mein regelmäßiges Geheimtraining, das ich in letzter Zeit gekonnt verschwiegen habe. | |
| Samstag, der 17.06.2006 noch 70 Tage | |
| Heute wurde mein Bike geputzt und für Morgen fertig gemacht. Ich kann es schon kaum erwarten. Am Nachmittag musste ich noch meine NIKE einstellen um die richtige Position auf den Pedalen zu haben. Eine Stunde Tennis war der Inhalt des heutigen Trainings. | |
| Freitag, der 16.06.2006 noch 71 Tage | |
| Voller Begeisterung vom gestrigen Training versuchte ich das gleiche nochmals mit etwas weniger Wärmetherapie. | |
| Donnerstag, der 15.06.2006 noch 72 Tage | |
| Die heutige Hitze und das bevorstehende Wochenende hinderte mich an einem Training. Nur nicht überanstrengen und die Muskeln schonen, um am Wochenende nicht völlig zu versagen, war angesagt. Ich versuchte es heute mit Wärmetherapie auf meinen Bauch was am Abend mit einer leichten Rötung quittiert wurde. | |
| Mittwoch, der 14.06.2006 noch 73 Tage | |
| Heute war nun der Tag gekommen an dem ich eine meiner wichtigsten Theorien belegen konnte. Bei der heutigen Radclubausfahrt war es soweit. Zuerst quälten wir uns von Innsbruck auf den Brenner um dort den Beweis meiner Theorie anzutreten. Es ging in eine dortige Vinothek und wir bestellten eineinhalb Liter Rotwein. Diese Menge sollte genügen um unsere Blutgefäße zu erweitern und Leistungsfähig zu machen. Der Wein wirkte Wunder. Bei der Rückfahrt bewältigen wir die Strecke in nur vierzig Minuten. Damit sollte eigentlich bewiesen sein, dass Rotwein Leistungsteigernd ist. Weiters wird die Sehfähigkeit bei Dunkelheit gesteigert.. | |
| Dienstag, der 13.06.2006 noch 74 Tage | |
| Trainingspause, Trainingspause,Trainingspause,Trainingspause,Trainingspause, Trainingspause, Trainingspause, Trainingspause, Trainingspause, Trainingspause, Trainingspause, | |
| Montag, der 12.06.2006 noch 75 Tage | |
Herrliches Wetter und warme Temperaturen waren die richtigen Voraussetzungen um Arbeiten zu gehen. Was kann es schöneres geben als bei so einem Wetter im Büro zu sitzen, weit weg von den gefährlichen Strahlen. Heute habe ich endlich meine hitzebeständigen oder vermeintlich hitzebeständigen Schuhe gefunden. Nike sind es geworden. Am Abend spielte ich noch fast zwei Stunden Tennis. Nachher war ich wild entschlossen nur einen Salat zu essen, aber leider wurde mir von der Kellnerin mitgeteilt, dass der Salat aus war. Ich suchte mir sofort das nächst gesündere. Das Wienerschnitzel mit Pommes hat mich für meine Tennisqualen belohnt. |
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| Sonntag, der 11.06.2006 noch 76 Tage | |
| Der heutige Vatertag war Trainingsfrei. Der gestrige Ausflug war schon fast vergessen und ich konnte den Tag bei herrlichem Wetter und angenehmen Temperaturen im Liegestuhl verbringen und die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.(Wie Fibs den gestrigen Ausflug erlebte) Schönes Wetter ist doch mal eine Abwechslung | |
| Samstag, der 10.06.2006 noch 77 Tage | |
| Heute ging es mal mit dem Auto ins Land der Südtiroler nach Olangen. Von dort starteten wir eine kleinere Tour in die Dolomiten. Es wurden so ca. 140 Kilometer und 2600 Höhenmeter. Leider war die Temperatur in der Höhe sehr kalt und wurde durch den blasenden Wind auch nicht gerade verbessert. Heute zeigte sich wieder mal, dass genügend Nahrung für eine Tour das wichtigste ist. Also immer vorher genügend BigMac einpacken. | |
| Freitag, der 09.06.2006 noch 78 Tage | |
| Trainingsfreier Tag um meine Muskeln zu regenerieren. | |
| Donnerstag, der 08.06.2006 noch 79 Tage | |
| Die heutig Sportuntersuchung zeigte mir, dass ich mit meinem Kaffeejoghurttraining auf dem richtigen Weg bin. Lactat und Kaffeejoghurt haben einen direkten Zusammenhang. Wenn ich Kaffeejoghurt esse ist mein Lactat niedrig und ohne Joghurt häufig hoch. Natürlich wird es jetzt sicher einige geben die diesen Zusammenhang anzweifeln. Ich hatte ja zuerst auch so meine Bedenken und hatte den Verdacht, dass es damit zusammenhängt, dass ich wenn ich Joghurt esse keinen Sport mache und umgekehrt. Habe diesen Gedanken aber dann wieder verworfen. War doch etwas weit hergeholt. | |
| Mittwoch, der 07.06.2006 noch 80 Tage | |
| Heute war der Tag vor meiner Sportuntersuchung. Da an diesem Tag kein Sport erlaubt ist habe ich nicht eineinhalb Stunden Tennis gespielt und ich spüre auch meine Muskeln nicht und natürlich habe ich auch kein Bier nach dem Tennis getrunken. Die neue Saite am Tennisschläger lässt sich super spielen. Achso, ich habe offiziell ja gar nicht gespielt. Bin mal gespannt wie die neue Saite zum spielen ist ;-) | |
| Dienstag, der 06.06.2006 noch 81 Tage | |
| Dienstag ist zwar kein Tennistag aber ich musste ja heute die vom Montag verschobene Tennisstunde nachholen. Die Stunde war nach nur zwanzig Minuten wegen einer gerissenen Tennissaite beendet. Naja,das Wetter war ja sowieso nicht so angenehm um Tennis zu spielen. | |
| Montag, der 05.06.2006 noch 82 Tage | |
| Beim Aufstehen merkte ich noch die Folgen von meinem Mentalen Training. Ein Blick aus dem Fenster ließ mich aber den Vorabend vergessen und ich musst mich nach dem Mittagessen einfach auf zwei Rädern bewegen. 120 Kilometer und 300 Höhenmeter sind es dann geworden. Durchschnittsgeschwindigkeit 120 kmh, einmal tanken, fast keine Gesetzesübertretung, einen heftigen Hinterradrutscher und eine Kontrolle durch Staatsorgane waren die weiteren Fakten von meinem Ausflug. Am Abend bin ich mit etwas niedriger Durchschnittsgeschwindigkeit noch eine Runde mit meinem Bike gefahren. | |
| Sonntag, der 04.06.2006 noch 83 Tage | |
| Heute war wieder mal Meditation angesagt. Ich suchte mir zu diesem Zweck einen ruhigen Platz und wählte deshalb das Zeltfest vom Fußballpfingstturnier. Als Hintergrundmusik spielten die "Paldauer". Es war mir nicht möglich trotz intensiven Genuss von flüssigen Kohlenhydrate in Form von Bier, die Hintergrundmusik auszublenden. Bin wohl Mental noch nicht stark genug. | |
| Samstag, der 03.06.2006 noch 84 Tage | |
| Bei leichtem Regen überprüfte ich heute die Festigkeit von Mr. Loctite und war angenehm überrascht wie gut die Sohle hält. Werde aber trotzdem in Erwägung ziehen neue Rennradschuhe zu kaufen. Habe versucht Testberichte aufzutreiben in denen die Hitzebeständigkeit von Radschuhen getestet wurde. Leider konnte ich bis jetzt keine Aussage über die Ofenfestigkeit finden. Wie soll ich da wissen ob ich meine zukünftigen Schuhe am Holzofen oder im Herd bei Umluft oder Oberhitze trocknen soll. Werde ein Mail ans Tour-Magazin senden ob sie nicht einen entsprechenden Test durchführen könnten. | |
| Freitag, der 02.06.2006 noch 85 Tage | |
| Heute wollt ich mich wieder aufs Bike setzten. Ich wurde aber vom Wasser in meinen Radschuhen daran gehindert. Der Nässe nach zu Urteilen habe ich gestern doch ein wenig mehr Feuchtigkeit abbekommen als angenommen. Da konnte ich sofort ein neues Experiment starten. Wie viel Temperatur halten Radschuhe aus. Mein Holzofen brachte dazu die notwendige Eperimentierhitze. Ich schaffte es die Radschuhe innerhalb von einer Stunde trocken zu bekommen. Fürs nächste mal muss ich die Trockentechnik noch ein wenig verfeinern. Es muss doch auch möglich sein die Schuhe zu trocknen ohne dass sich die Sohle löst. Zur Lösung dieses Problems musst mal wieder Dr. Loctite zur Hilfe geholt werden. | |
| Donnerstag, der 01.06.2006 noch 86 Tage | |
| Erster Juni und schon stellten sich die optimalen Trainingsbedingungen ein. Heute war ich mir sicher, es gibt keinen idealeren Platz als Tirol um sich auf den Ötztaler vorzubereiten. Bin heute mit dem Radclub 64 Kilometer gefahren bei wie schon gesagt optimalen Ötzi Vorbereitungsbedingungen. Starker Regen bei sommerlichen sechs Grad. Die Finger sind mir abgefroren. Das Regenwasser tropfte aus den Radschuhen. Also ein Wetter wie es sicher wieder am 27 August sein wird. Ich kann gar nicht ausdrücken wie ich dieses Wetter liebe. Man muss keine Angst vor Sonnenbrand haben und schwitzt auch nicht so stark, was will man mehr. | |
| Mittwoch, der 31.05.2006 noch 87 Tage | |
| Der letzte Tag im Mai und bei schon fast sommerlichen Ötzitemperaturen von 10 Grad spielte ich heute Tennis. Ein Blick auf die Berge vermittelten mir ein Novembergefühl und ich musste mich sofort fragen ob ich da etwas verpasst habe. Ist der Sommer schon vorbei? Wie war meine Platzierung beim Ötzi? Sind die ganzen Trainingsqualen schon zu Ende. Habe ich mein Geheimtraining schon aufgedeckt? War alles nicht umsonst? Umsonst kann es ja nicht sein. Da ist ja das Startgeld, die Zimmerpreise, die Preise für die Verpflegung usw. also alles andere als umsonst. Da bin ich ja wieder beruhigt. | |
| Dienstag, der 30.05.2006 noch 88 Tage | |
| Wollte heute hundert Kilometer fahren, musste aber nach nur siebzig abbrechen. Das wird noch ein schlimmes Ende mit mir nehmen. Womöglich mit dem Ötztaler Marathon. Konnte heute wieder ein wenig Gewicht am Rad verringern. Habe sicher einige Gramm verklebte Flüssigkeit aus den Trinkflaschen vom Carbon Rahmen entfernt. Der Rahmen fühlt sich jetzt schon viel schneller an. | |
| Montag, der 29.05.2006 noch 89 Tage | |
Die Zeit verrinnt. Deshalb war ich heute wild entschlossen eine intensive Trainingseinheit einzulegen. Am Abend musste ich meinen Carbon Rahmen noch ein wenig mit Klarlack bearbeiten. Das macht mich klar schneller. (müde). Und dann legte ich eine Megaeinheit wegen Schlechtwetter auf dem Spinningbike hin. Habe die hundert Kilometergrenze klar überschritten. |
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| Sonntag, der 28.05.2006 noch 90 Tage | |
| Nur noch 90 Tage und ich konnte auf eine Trainingsschwache Woche zurückblicken. Schwache 40 Kilometer war die Ausbeute. So eine schlechte Woche hatte ich zum letzten Mal im Februar. Deshalb machte ich mir heute den Vorsatz mein Training wieder ernster zu nehmen und die hälfte der in letzter Zeit verzehrten Schokolade aus der Trainingsernährung zu streichen. Da bleiben immer noch ein Tafel Schokolade pro Tag übrig. Man kann ja nicht auf alles verzichten. | |
| Samstag, der 27.05.2006 noch 91 Tage | |
| Wieder galt mein Augenmerk den geteilten Bäumen die nach dem heutigen Tag wohl ein gespaltenes Dasein pflegen. Am späterern Nachmittag wurde dann mein Moped Straßenfertig gemacht. War ein sehr gutes Gefühl größere Steigungen ohne große Anstrengung fahren zu können. Wie lange würde ich wohl für den Ötzi mit meinem Moped brauchen. Könnte ich da meine 152PS ausspielen. Muskelkraft gegen Motorstärke. | |
| Freitag, der 26.05.2006 noch 92 Tage | |
| Heute war alternatives Training angesagt. Zurück zur Natur war das Motto. Es ging ab in den Wald zu den vielen Bäumen mit denen ich dann Kontakt aufnahm. Als Kontaktmedium diente mir eine Husqarna Kettensäge. Diese stellte einen sehr intensiven Kontakt her. Die Bäume hatten nachher wohl nur mehr eine geteilte Freude mit mir. Den Abend verbrachte ich dann noch mit dem Umbau meines Mopeds. | |
| Donnerstag, der 25.05.2006 noch 93 Tage | |
| Der heutige Feiertag sollte für intensives Training genützt werden. Es wurde leider nur winziges Trainingchen. Nicht mal ein Stunde fahren. Habe den Tag viel mehr meinem 1000'er Moped gewidmet. | |
| Mittwoch, der 24.05.2006 noch 94 Tage | |
| Auch heute musste die Ausfahrt wegen Regen abgesagt werden. So konnte ich mich mal richtig um mein Auto kümmern. Das hat ja zum Glück wesentlich mehr Schrauben als mein Trek Bike. Da können auch mehr Schrauben übrig bleiben ohne, dass es große Auswirkungen hat. Mein alter Pollenfilter erinnerte mich irgendwie an meine letzte Regenausfahrt im Windschatten vom Norbert. Ich sah da wohl so ähnlich aus. | |
| Dienstag, der 23.05.2006 noch 95 Tage | |
| Die heutige Ausfahrt wurde wieder mal durch einsetzenden Regen verhindert. Die geplante Tour wäre aber sicher schön geworden. Bin im Gedanken die ganze Tour durchgegangen und habe mir fast einen Muskelkater geholt. Wird wohl am Milchreis liegen den ich Mittags gegessen habe. Dieser war mit viel Zucker und Zimt verziert. Zimt gibt meiner Haut sicher ein sportliches Aussehen. | |
| Montag, der 22.05.2006 noch 96 Tage | |
| Aufgrund von sehr starkem Wind verlegte ich mein Training vom Rennrad aufs Mountainbike. Die Tour ging auf die Muttereralm. 7,8 Kilometer 775 Höhenmeter, 9,4% Steigung. Ich fuhr mein Regenerationsprogramm. Durchschnitts Herzfrequenz aufwärts 127 und abwärts 77. Anschließend spielte ich noch eineinhalb Stunden Tennis. Nahrungsergänzung bestand aus einem Becher Heidelbeerjoghurt, einem Becher Kaffeejoghurt und einem Becher Erdbeerjoghurt. Hauptnahrung war ein Wienerschnitzel mit Pommes. | |
| Sonntag, der 21.05.2006 noch 97 Tage | |
| Die Tage verrinnen und das schlechte Wetter hält mich vom Training ab. Wie soll ich da eine Zeit vor dem Besenwagen beim Ötzi schaffen. Ist der Besenwagen ein richtiger Partybus oder muss man sich seine Getränke selber mitbringen? | |
| Samstag, der 20.05.2006 noch 98 Tage | |
| Heute machte ich einen großen taktischen Fehler. Am Vormittag und frühen Nachmittag verplemperte ich mit technischen Spielereien und konnte ich erst am späten Nachmittag aufs Bike sitzen und wurde vom Wettergott für mein spätes Fahren mit Regen bestraft. Die ganze erste Tageshälfte wäre super gewesen zum Fahren. | |
| Freitag, der 19.05.2006 noch 99 Tage | |
| War wieder mal Zeit eine kleinere Runde auf dem Rennrad zu machen. Gleich nach dem Arbeiten gings von Innsbruck nach Telfs weiter nach Ötz, wo ich in die original Ötzistrecke einbog, rauf aufs Kühtai und zurück nach Innsbruck. Ich musste mir einfach mal die Strecke ins Kühtai anschauen. Ist echt eine wunderschöne Strecke. Nicht zu flach, gerade richtig zum Rennrad fahren. | |
| Donnerstag, der 18.05.2006 noch 100 Tage | |
Eine runde Zahl an restlichen Tagen. Ich möchte diese Gelegenheit mal dazu nutzen mir Gedanken über die letzten 87 Tage (Zeitpunkt an dem alles Begann) zu machen. Eine lange Zeit die ich schon mit dem Vorbereitungstraining verbracht habe. Während der kalten Zeit konnte ich mich sehr gut im "Happyfitness" in Innsbruck vorbereiten. Sobald es ein wenig wärmer wurde versuchte ich so rasch wie möglich Straßenkilometer zu fahren. Dabei war mir Norbert (Norbi) immer eine große Hilfe. Sei es mit seinem Windschatten oder auch nur wenn er mich wieder mal motivieren musste oder indem er einfach nur meine blöden Scherze ertrug. Er war es auch der mich lehrte, dass Tempohärte und Steigungshärte eine wichtige Grundlage beim Radfahren ist. Das sind die Grundsteine, dass Radfahren keinen Spaß macht, sondern ein richtiger Sport ist Damit kann man auch nie den Spaß daran verlieren. Weiters möchte ich an dieser Stelle auch noch Fibs erwähnen. Er war bei so mancher Tempohärte Lektion mein Leidgenosse. Zum Schluss möchte ich noch meine heurigen Erfolge aufzählen. Da wäre mal mein Sieg beim internen Bergkriterium am Monte Baldo zu nennen und halt der Sieg am Monte Baldo oder der Sieg am Monte Baldo. Und von der Ernährungsseite wäre da noch mein Kaffeejoghurt Hersteller Tirolmilch zu erwähnen. |
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| Mittwoch, der 17.05.2006 noch 101 Tage | |
| Der letzte Tag vor den letzten 100 Tage bis zum Ötzi. Ab Morgen beginnt der Ernst des Trainierens. Vorbei mit den Spielereien und Versuchen nur mehr beinhartes Training. Dieser Zeitpunkt war der richtige um in meinen Körper zu horchen. Ich erwartet einen Zustand der vollkommenen Homöostase, stattdessen hörte ich nur ein knurren und blubbern. Sollte man vielleicht die Homöostase nicht in der Magengegend suchen. Das wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Weiters versuchte ich meinen Körper auf die nächsten 100 Tage vorzubereiten. Es wird wohl ein Kampf gegen Wind, Kälte, Gegner, Auto, Zellaggressoren, Fußgänger, Fleischkäsesemmel, Schokolade, Bienen, Wespen, Feinstaub, Kühe, Schafe, Hunde, Straßengullys, Zebrastreifen, Gehsteige, Radwege, Rehe und Mücken. | |
| Dienstag, der 16.05.2006 noch 102 Tage | |
| Heute machte ich wieder eine Ausfahrt mit dem Radclub. Bei viel Gegenwind fuhren wir von Innsbruck nach Telfs weiter nach Mötz, dann einen Abstecher aufs Mieminger Plateau und wieder zurück nach Innsbruck wo wir die Ausfahrt noch ein wenig im Gasthaus ausklinge ließen. Beim gemütlichen Zusammensitzen ließen wir die Superkompensation auf uns wirken. | |
| Montag, der 15.05.2006 noch 103 Tage | |
| Noch 103 Tage waren ein guter Zeitpunkt um mal eine Trainingspause einzulegen. Leider hatte ich kein Kaffeejoghurt greifbar. Langsam stelle ich mich auf die letzten 100 Tage ein. Ich habe mir vorgenommen viel Kaffeejoghurt zu essen, regelmäßig Geheimtraining zu machen, jeden zweiten Tag zu meditieren und natürlich ein wenig Bike zu fahren. | |
| Sonntag, der 14.05.2006 noch 104 Tage | |
Am heutigen Muttertag waren mal andere Muskeln beim Training fällig. Heute mussten hauptsächlich die Gesichtsmuskeln und der Magen arbeiten. Diese waren heute im Dauereinsatz. Mein Schnupfen meldete sich auch wieder zurück. Ich werde wohl doch einige Tage Trainingspause machen müssen um das lästige Ding loszuwerden. |
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| Samstag, der 13.05.2006 noch 105 Tage | |
| Heute startete ich meine erste Mountainbike Fahrt. Bin auf die Kreitheralm gefahren. War ein komisches Gefühl das Rennrad gegen das Mountainbike einzutauschen, machte aber auch Spaß und war eine willkommene Abwechslung. Am Abend war es dennoch dann ein angenehmes Gefühl wieder auf dem Rennrad zu sitzen und einige Kilometer abzuspulen. | |
| Freitag, der 12.05.2006 noch 106 Tage | |
| Am Nachmittag nach der Arbeit eine schnelle Ausfahrt auf einen Hügel hatte ich mir vorgenommen. Wir haben uns dann entschlossen einen Ausflug ins Kühtai zu machen. 76,6 Kilometer 1710 Höhenmeter, Durchschnittsgeschwindigkeit 21,5 km/h und nachher wusste ich wieder warum ich mich nicht für den Ötzi anmelden hätte sollen. Das wird die absolute Quälerei werden. | |
| Donnerstag, der 11.05.2006 noch 107 Tage | |
| Endlich durfte ich mich wieder auf dem Bike bewegen. Machte ein gemütliche Ausfahrt mit dem Radclub mit einer kurzen Bergwertung die durch Taktikgeplänkel geprägt war, aber es machte so richtig Spaß. Ich frage mich jetzt aber ob ich da etwas nicht mit dem nötigen Ernst betrachte, denn seit wann sollte Radfahren Spaß machen. Das nächste wäre dann wohl nachher warm duschen und das Auto im Schatten parken oder nur mehr in der Zielzone trainieren, nicht mehr jede Attacke mitfahren, das Rad in der Servicewerkstätte auf Sicherheitsmängel überprüfen lassen, beim hinunterfahren vor den Kurven bremsen, nicht mehr in den Kurven überholen, keinen Kaugummi beim Fahren kauen, nicht mehr die Luft anhalten beim aufwärts überholen usw.. Also nicht mehr Radfahren. | |
| Mittwoch, der 10.05.2006 noch 108 Tage | |
| Mein Schnupfen wird langsam besser. Ich verzichtete heute einen weiteren Tag aufs Training um nicht ein zusätzliches Risiko fürs Wochenende einzugehen. Ich fühle mich schon wieder recht gut und freue mich schon auf die morgige Clubausfahrt. Werde morgen mal meine anaerobe-alaktazide Leistungsfähigkeit testen. Sollte dieser Test zu meiner Zufriedenheit ausfallen werde ich noch zusätzlich die anaerobe-laktazide Leistungsfähigkeit testen. Werde morgen berichten wie diese Tests durchgeführt wurden und welche Ergebnisse heraus kamen. | |
| Dienstag, der 09.05.2006 noch 109 Tage | |
| Nur noch 109 Tage und keine Möglichkeit um zu Trainieren. Das Wetter war schlecht, die gestrige Trainingseinheit hat auch nicht gerade zu einer schnelleren Heilung meines Schnupfens beigetragen. So war heute nur Regeneration angesagt. Habe mir heute meinen Isostar Verbrauch bis zum Ötztaler Radmarathon ausgerechnet. Um jedem das gleiche zu ermöglichen führe ich nun die Rechensschritte an. Verbrauch pro Stunde ist 600ml (200ml in 20 Minuten). 7 Stunden pro Woche Training ergibt 4,2 Liter dazu kommen pro Trainingseinheit 250ml vorher und 250 ml nachher. Bei 4 Trainingseinheiten also zusätzlich 2 Liter ergibt also einen Wochenverbrauch von 6,2 Liter. Bis zum Ötzi sind es noch 15 Wochen das ergibt also 93 Liter. Aus einer Dose Isostar Pulver bekomme ich 5 Liter. Daraus errechnet sich ein Bedarf von 18,6 Isostardosen. 1Liter Isostar enthält 70g Kohlenhydrate. 93 Liter enthalten 6510g Kohlenhydrate. Das entspricht 141 BigMac. | |
| Montag, der 08.05.2006 noch 110 Tage | |
| Mit einem aerodynamischen Zehen und einem Schnupfen hielt es mich nicht mehr zu Hause und ich nahm mein Training wieder auf. Heute führte ich ein Intervalltraining durch. Dafür begab ich mich auf meine Haustrainingstrecke und fuhr eine Stunde und fünfzehn Minuten und führte sieben Intervalle mit je 115 Höhenmeter durch. Die Kurve kann unter Kurve angesehen werden. Kaffeejoghurt rundete das Training ab. | |
| Sonntag, der 07.05.2006 noch 111 Tage | |
| Eine Schnapszahl an Tage bis zum Ötzi. Ein kleines Training musste unbedingt her. Wie wird sich wohl mein kleiner Zeh im engen Radschuh fühlen, hoffentlich verträgt sich die blaue Farbe meines Zehs mit dem Material der Radschuhe, das waren meine Gedanken beim Anziehen der Raddress. Zum Glück hielt sich der Schmerz in Grenzen, ganz im Gegenteil, der Schmerz war im Radschuh besser als ohne. Ob ich nun nur mehr Radschuhe tragen kann? Bin dann eine kleine Runde gefahren, worauf sich sofort mein zweites körperliches Manko meldete, mein Schnupfen. Meine Nase stellte auf Oberlippenkühlung um. Damit wurde die geplante Runde nur zur Spazierfahrt. | |
| Samstag, der 06.05.2006 noch 112 Tage | |
| Fühlte mich heute immer noch nicht fit genug um zu trainieren. An das Hungerburgrennen war gar nicht zu denken. Anstelle von Radfahren machte ich heute einen wichtigen Materialtest. Was ist härter, die Tür oder mein kleiner Zeh. Der Versuch ging klar an die Tür. Während die Tür keine Schramme davon gezogen hat, sieht mein kleiner Zeh schon leicht verformt und farblich meinem blauen Rennradrahmen gleich. Nach diesem Versuch stellte nun die normale Fortbewegung eine Herausforderung dar und die Gedanken ans Training sind verflogen. | |
| Freitag, der 05.05.2006 noch 113 Tage | |
| Meine Verkühlung wird einfach nicht besser und wirft damit meinen Trainingsplan durcheinander. Konnte heute meine geplante Einheit nicht durchführen und werde wohl auch nicht beim Hungerburgkriterium am Samstag starten. Damit hatte ich ein wenig Zeit mich mit der Technik zu beschäftigen. Habe bei meinem Bike schon wieder 2 Gramm eingespart durch das wechseln des Kettenblattes von 36 auf 34 Zähne. Werde noch ungefähr 3675,4 km bis zum ötzi fahren. Das heißt ich werde 0,2 mm weniger Profil auf den Reifen haben und dadurch nochmals 0,5 Gramm einsparen. Habe mir weiters überlegt, dass ich meinen Lenker immer nur an drei Stellen halte, somit könnte ich doch auch am Griffband etwas sparen. Werde das mal ausprobieren. | |
| Donnerstag, der 04.05.2006 noch 114 Tage | |
| Heute stand wieder einmal Tennis am Programm. Ich musste feststellen, dass diese Sportart überhaupt nichts mit Radfahren gemeinsam hat. Einmal abgesehen vom Griffband das schon eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Lenkerband hat, dem Druck in den Bällen die an den Reifendruck erinnern, die Tennissaiten die an die Schaltkabel erinnern, das Carbon Racket das an meinen Carbon Rahmen erinnert, der Gegner der mich fertig macht genauso wie die anderen Radfahrer es tun, die Trinkflasche die ebenfalls mit Isostar gefüllt ist. Und das alles an einem Tag an dem ich von meinem Arzt eines großen Teiles meines Blutes beraubt wurde. Hoffentlich kann ich noch eine Leistung erbringen. Habe meine Blutwerte sofort beim Netdoktor verglichen und musste feststellen, dass ich mich in einer "lymphozytär-eosinophilen Kampfphase " befinde. Was wird wohl mein Arzt und meine Gegner dazu sagen. Kampfphase klingt sehr stark. Bin beeindruckt. | |
| Mittwoch, der 03.05.2006 noch 115 Tage | |
| Noch 115 Tage bis zum Ötzi, aber nur mehr 3 Tage bis zum Hungerburg Kriterium. Ich habe heute den ganzen Tag überlegt ob ich an dem Wettbewerb teilnehmen soll oder nicht. Fühle ich mich schon stark genug da mitzufahren und kann ich die zu erwartende Niederlage verkraften. Habe die letzt jährigen Ergebnisse kontrolliert und bin fast davon überzeugt, dass ich mich unter die Top letzten fünf Fahrer platzieren werde. So mit einem Rückstand unter 50 Prozent der Gesamtfahrzeit des Besten. Leider habe ich mir einen Schnupfen zugezogen. Meine Nase rinnt genauso wie ich sonst schwitze wenn ich bei 30 Grad in einem Spinningraum mit 88% Leistung fahre. Meine Nase trainiert ohne dass ich es will. Habe heute meine Kurbel auf 50/34 umgestellt. Kann die nächste Steigung schon gar nicht mehr erwarten. Diese sollte allerdings schon mindestens 4% haben. | |
| Dienstag, der 02.05.2006 noch 116 Tage | |
| Nachdem heute das Wetter halbwegs schön mit Temperaturen um die 20 Grad war, konnte ich mich auf einen Hügel wagen und meine Steigungshärte testen. Bin zur Einsicht gekommen, dass alle Steigungen hart zu mir sind und ich weniger hart zu den Steigungen bin. Fange langsam an alles anzuzweifeln was ich im jahrelangen Physikunterricht gelernt habe. Eigentlich müsste mein Bike mit zunehmender Höhe leichter werden, bin aber der Meinung, dass es mit jedem Meter den ich nach oben fahre schwerer wird, sogar meine Füße werden schwerer. | |
| Montag, der 01.05.2006 noch 117 Tage | |
| Noch 3746 Kilometer bis zum Ötzi. Habe heute die ideale Trainingsstrecke für den Ötzi gefunden. Auf dieser Strecke kann ich zwischen 100 und 3000 Höhenmeter fahren. Muss vorher aber noch meine Übersetzung auf 50/34 Kurbel umstellen, um im optimalen Trainingsbereich zu trainieren und hinauf zu rollen ohne zurück zu rollen. Mir ist aufgefallen dass meine Kette beim Bike den gleichen Fettverbrennungsbereich hat wie ich. Wenn ich im Fettverbrennungsbereich trainiere benötige ich doppelt so viel Kettenfett wie normal. Womöglich verbrenne ich nur Kettenfett. | |
| Sonntag, der 30.04.2006 noch 118 Tage | |
| Habe mich heute mit der optimalen Marathon Ernährung befasst. Ein optimaler Wert ist pro Stunde 60g Kohlenhydrate zuzuführen. Das sollte bei normalem Wetter reichen. Bei etwas kälteren Temperaturen etwas mehr, so ca. 70g bis 80g. Diese Erkenntnis stellt mich vor einem bis jetzt von mir nicht lösbaren Problem. Was hat alles in der Rückentasche platz. Ich möchte zumindest eine Windjacke mitnehmen. Damit sind dann nur mehr zwei Taschen frei. Ich rechne beim Ötzi mit einer Fahrzeit von ca 12 Stunden. Also 720 g Kohlenhydrate. Ein BigMac hat 43g Kohlenhydrate. Wo soll ich nur die benötigten 16,7 Stück BigMac unterbringen. Bei kaltem Wetter müsste ich 19,5 Stück mitnehmen. Werde noch überprüfen ob ich die Anzahl unmittelbar vor dem Wettkampf auf Reserve anessen kann. | |
| Samstag, der 29.04.2006 noch 119 Tage | |
| Langsam frage ich mich, wenn das Wetter immer noch schlechter wird, wie ich in 119 Tage noch 3897,8 Kilometer fahren soll. Ich habe überhaupt keine Motivation im Regen oder Schnee zu fahren. Zur Zeit betreibe ich anstelle von Konditionsaufbau Konditionsabbau. Der einzige Vorteil an der ganzen Sache ist, dass ich Muskelmasse aufbaue, was mir die Waage jeden Tag bestätigt. | |
| Freitag, der 28.04.2006 noch 120 Tage | |
| Dank dem sauschlechten Wetter habe ich heute nicht Trainieren können. Eigentlich war es mir aber auch egal. Ich fühlte mich nicht so richtig fit. Muss mich wohl ein wenig verkühlt haben. Was kostet eigentlich ein guter Windschatten und wo ist dieser erhältlich? Habe trotz Verkühlung versucht eine Einheit Geheimtraining durchzuziehen aber musste wegen meiner körperlichen Angeschlagenheit nach nur 30 Minuten aufgeben. | |
| Donnerstag, der 27.04.2006 noch 121 Tage | |
| Noch sieben Wochen bleiben mir um in Form zu kommen. Sowohl in Sachen Ausdauer als auch körperlich. Habe mir mal durchgerechnet, 4000km sollte ich eigentlich noch fahren. Das wären dann 235 km in der Woche. Da wird mir aber nicht mehr viel Freizeit bleiben. Dieser Gedanke hat mich so schockiert, dass ich heute gleich 102,2 Kilometer gefahren bin. Bei dem schlechten Wetter kann man ja sonst nichts machen, und irgendwie sind das ja die realistischen Bedingungen für den Ötzi. Kalt, regnerisch und steil. Komischerweise kommen mir bei Regen die Straßen immer viel steiler vor. Werde mal meine Bremsen überprüfen lassen. Neue Rechnung, auf die 4000 Kilometer sind es bei mir nur mehr lächerliche 3897,8 Kilometer. | |
| Mittwoch, der 26.04.2006 noch 122 Tage | |
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Wie kann ich das Maximum herausholen? Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit schon öfter gestellt und nun habe ich die ultimative Lösung gefunden. Also zuerst die Problemstellung. Ich kaufe mein Kaffeejoghurt immer in der Liter Packung und bin mir nicht sicher ob ich auch das ganze Joghurt heraus geholt habe. Nun habe ich die Lösung gefunden. Zuerst oben auf beiden Ecken aufreißen. Nun mit einem scharfen Messer an der Kante nach unten schneiden und dann das Seitenteil aufbiegen. Nun kann man mit einem Löffel das Maximum aus der Packung herausholen. Viel mehr ist dann nicht drinnen gewesen. Nun zum heutigen Training. Ich war mir den ganzen Tag so etwas von sicher, dass ich heute stundenlang trainieren werde. Je näher der Zeitpunkt des Trainings kam, desto mehr andere Sachen vielen mir ein die ich noch dringend erledigen musste. Der einsetzende Regen half mir dann bei der Entscheidung. Ersatzprogramm waren vier Stangen Munz Schokolade. Sehen aus wie Müsliriegel sind aber viel viel besser. 100g 555kcal 7,2g Eiweiß, 51g Kohlenhydrate, 36g Fett. Eine Packung reicht für mich für ca 100 Meter, dann habe ich sie alle aufgegessen. Munz Stangen und Käsespatzeln kann ich jedem nur empfehlen. Habe ich heute probiert. Ich glaube ich habe heute einen Magenvirus aufgefangen. Fühle mich nun überhaupt nicht mehr gut. |
| Dienstag, der 25.04.2006 noch 123 Tage | |
| Die ganze Putzarbeit war umsonst. Leider musste ich 500 Meter auf einer nassen Straße fahren und mein Bike sieht wieder gleich schmutzig aus. Bin heut in einer größeren Gruppe unseres Radclubs eine kleine Runde gefahren. Dieses Jahr wurde ausgemacht, dass wir uns gegenseitig keine Rennen liefern. Wir hielten uns strikt daran, anstelle der Rennen wurden kleinere Leistungsvergleiche gefahren. Hat aber enormen Spaß gemacht. Zuhause musste ich einen halben Liter Kaffeejoghurt essen da das Ablaufdatum erreicht war. Ich kann langsam kein Kaffeejoghurt mehr sehen. Werde wieder mal auf Erdbeerjoghurt umsteigen. Wie wird sich Joghurt in der Radflasche machen? Kann Joghurt auch bei heißem Wetter mitgenommen werden? Werde dasl in kürze testen. | |
| Montag, der 24.04.2006 noch 124 Tage | |
| Trainingspause war angesagt. Regeneration und Pflege. Ich war richtig stolz als ich nach 3 Stunden Putzarbeit mein glänzendes Rad mit den schönen Rolf Felgen sah. | |
| Sonntag, der 23.04.2006 noch 125 Tage | |
| Lockeres Eisdielen fahren mit Fibs war angesagt. Zuerst von Rum über Gandenwald nach Schwaz dort durch den McDrive. Eine Portion Pommes und einem Eis später zurück nach Hall zum nächsten Eis. Da leider eine Warteschlange von 40 Personen vor uns war ging unser Ausflug weiter nach Rum zur nächsten Eisdiele die uns trotz Organisatorischer Schwierigkeiten doch ein Eis überreichen konnte. Am Abend ging's noch zum ausradeln von Zirl nach Telfs und zurück. | |
| Samstag, der 22.04.2006 noch 126 Tage | |
| Heute fühlte ich mich wieder mal stark genug um mich auf eine Tour mit Norbert einzulassen. Rund ums Karwendel. Die Tour war ein einziges Erlebnis. Norbert hatte ein Erlebnis eines schönen Bikeausfluges, ich hatte ein Erlebnis von Qualen, Kälte, Nässe, Schmerzen, falsche Hoffnung, Niedergeschlagenheit usw. Ich kann gar nicht alle Erlebnisse aufzählen. Noch kurz zur Fahrt. 171Km, Durchschnittsgeschwindigkeit 29,9 kmh, 1805 Höhenmeter, halbe Strecke Regen und einige Steigungen mit voller Geschwindigkeit. Die Aussage beim Massaker vom Gardasee, dass es nicht mehr schlimmer werden kann, muss ich an dieser Stelle leider zurückziehen. | |
| Freitag, der 21.04.2006 noch 127 Tage | |
| Am Vormittag, schnell die Prüfung erledigt, und dann aufs Bike. Da meine Pulsuhr nicht richtig funktionierte oder die gemessenen Werte nicht mehr richtig anzeigen konnte, gab es für mich an diesem Nachmittag nur ein Prinzip "Immer voll draufhalten". Nach diesem Vorsatz konnten sich einige andere Biker über meinen Windschatten freuen. Diesen Nachmittag beendete ich noch mit einer kleinen Bergfahrt die mein Puls sicher mit Anschlag quittierte. | |
| Donnerstag, der 20.04.2006 noch 128 Tage | |
Nachdem ich ja festgestellt habe, dass der Ötzi nur 10,3 Kilometer lang ist, habe ich heute auf ein Training zugunsten meiner anstehenden Rechtprüfung verzichtet. Ein wenig Kaffeejoghurt habe ich natürlich gegessen. (Schokolade wurde auch verschlungen) |
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| Mittwoch, der 19.04.2006 noch 129 Tage | |
| Kein Ausdauertraining, kein Geheimtraining, keine Nutella zu Hause, kein Schokohase, kein Kaffeejoghurt, keine Eierlikörtorte. Mein Ruhepuls hat einen normalen Wert. Körpertemperatur 36,8 Grad. Alle Vitalwerte vollkommen normal. Aber ich spüre etwas stimmt nicht. Wo ist dieses Verlangen nach Joghurt, wo ist das Verlangen nach Training. Sollten das schon die ersten Anzeichen von Übertrainiertheit sein oder gar etwas schlimmeres. Verliere ich die Angst vor dem Ötztaler? Schnell habe ich nochmals das Streckenprofil angesehen.
Sölden (1.377 m) Längenfeld - Umhausen - Oetz (820 m) - Kühtai (2.020 m) - Kematen (610 m) - Völs - Innsbruck - Sonnenburgerhof - Schönberg - Matrei am Brenner - Steinach am Brenner - Gries a. Brenner - Brenner (1.374 m) - Sterzing - Jaufenpaß (2.099 m) - St. Leonhard im Passeier - Timmelsjoch (2.509 m) - Sölden (1.377 m). Habe die Meterangaben nochmals nachgerechnet und komme auf 10,3 Kilometer sollte bei einer Spazierfahrt mit 10 km/h in fast einer Stunde zu schaffen sein. Die ganze Angst also vollkommen unbegründet. Ötzi ich komme. |
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| Dienstag, der 18.04.2006 noch 130 Tage | |
| Heute machte ich mal eine Sportnahrungspause und verzichtete fast auf sämtliche Süßigkeiten. Ein Osterhase musste allerdings von Norbert und mir verzehrt werden. Er hatte es nicht anders verdient. Hat mich schon den ganzen Vormittag angegrinst und war sicher der Meinung, dass er seinem Schicksal entgehen kann. Da hat er sich gewaltig getäuscht. Sein Dasein war innerhalb weniger Minuten beendet. Ansonsten gab es heute Nudeln und Kaffeejoghurt. Am Abend habe ich ein wenig Zeit auf dem Spinningbike verbracht. Nebenbei wurde auch Recht gelernt. | |
| Montag, der 17.04.2006 noch 131 Tage | |
Heute wurde mir die Grenze meiner mentalen Stärke aufgezeigt. Muss mehr Zeit mit autogenem Training verbringen um außergewöhnliche Situationen leichter zu verkraften. Das Trainingspensum bestand heute nur aus einer kurzen Einheit Geheimtraining. Meine Sportnahrung setzte sich aus Brot mit verschiedenen Aufstrichen, Speck, Kuchen, Wienerschnitzel und einigen Nougat Schokoeiern zusammen.. |
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| Sonntag, der 16.04.2006 noch 132 Tage | |
| Natürlich setzte ich meine Trainingsernährung fort. Fleisch, Wurst, Kuchen, Schokoeier, Eierlikörtorte, Osterhasen, Rumkugeln alles wurde von mir vernichtet. Höhepunkt war sicher am späteren Nachmittag eine gekochte Salami. War das erste Mal, dass ich so was gegessen habe. Schmeckte hervorragend so mit dem ganzen gekochten Fett das ich dann mit einem Brot aufgegessen habe. Die pure Kraft für den Ötztal Radmarathon. | |
| Samstag, der 15.04.2006 noch 133 Tage | |
| Juhu, vorbei mit der Fastenzeit. Nun kann ich mich wieder auf die richtige Trainingsernährung konzentrieren. Nachmittags mussten schon Schokoeier und dann eine Tafel Schokolade (von Milka mit Luftlöchern die durch Bären entstehen die durch die Luft geschleudert werden) herhalten. Abends gab es noch Wurstnudeln und anschließend vernichtete ich noch einen übrig gebliebenen Milka Weihnachtsmann. Passend zu Ostern. Um 23.45 Uhr setzte ich mich noch mit meinen Recht Unterlagen auf das Spinningbike | |
| Freitag, der 14.04.2006 noch 134 Tage | |
| Da am Nachmittag das Wetter sehr schön wurde gab es kein Halten mehr. Ab auf's Bike hieß es. Wir sind dann zwischen Innsbruck und Telfs auf und ab gefahren. Hinauf mit Rückenwind und herunter mit Gegenwind (Zuckerbrot und Peitsche). Hat aber sehr viel Spaß gemacht und nachher gab's noch ein Bier. Hatte ganz vergessen, dass Karfreitag war. | |
| Donnerstag, der 13.04.2006 noch 135 Tage | |
| Trainingsfreier Tag war heute angesagt. Kaffeejoghurt gab's natürlich. Aber das kann man ja nicht als Training bezeichnen. Statt Training Arbeitsrecht und Krankenanstaltenrecht lernen ist ja auch nicht schlecht. Vielleicht hab ich ja sogar recht mit Recht lernen und weniger trainieren. Ich sollte ja auf keinem Fall übermotiviert sein. Jedes mal wo ich übermotiviert war, habe ich es nachher bereut. Siehe dazu "Das Massaker vom Gardasee" vom 04.04.2006 | |
| Mittwoch, der 12.04.2006 noch 136 Tage | |
| Und wieder war ein Spinning Mittwoch da. Diesmal ein besonderer. Es war das letzte Spinning bis zum Winter. Deshalb habe ich diesmal ein etwas leichteres Programm erstellt um die Freude auf das Biken im Freien zu fördern. Schon nach dem ersten Hügel dachte ich, ich kann nicht mehr und muss sofort absteigen. Mit Zähne zusammen beißen, Augen zu und durch konnte ich mich dann doch überwinden das Programm noch fertig zu fahren ;-) Im Anschluss ans Spinning gab es etwas zum Trinken im Kaffee und dann ging es weiter zum Italiener wo ich noch Pizza, gemischten Salat und ein Tiramisu verzehrte. Natürlich durfte der im Trainingslager angewöhnte Rotwein nicht fehlen. Joghurt gabs aber keines. Eigentlich komisch. | |
| Dienstag, der 11.04.2006 noch 137 Tage | |
| Ein Tag mit viel technischem Gerede über Trainingsmethoden, Sinn von Geheimtrainings, Helium in den Reifen, Rolf Felgen, Lenkerband in Meterware, Carbon Flaschenhalter, Laktatkurven. Auf eine Trainingseinheit auf dem Bike verzichtete ich zu Gunsten einem einstündigem Geheimtraining bei vorhergehendem Verzehr von einem Erdbeer und dann einem Kaffeejoghurt. Zusätzlich mussten am späteren Abend noch eine Linserschnitte und zwei zusätzliche Kaffeejoghurt daran glauben. Kann man von Joghurt süchtig werden? Wie kommen eigentlich die Figuren in die ganzen Kinderüberraschungseier? Wie viele Löcher darf man in einen Rennradrahmen bohren ohne die benötigte Stabilität zu verlieren. Können Bauchredner wenn sie außer Atem sind immer noch sprechen? Haben auch Pulsuhren eine Schmerzgrenze? | |
| Montag, der 10.04.2006 noch 138 Tage | |
| Trainingspause war angesagt. Kein Radtraining, kein Geheimtraining aber einen halben Liter Kaffeejoghurt. Wie mir das im Trainingslager gefehlt hat. Habe heute bei den Versuchen mit Helium entdeckt, dass ich wenn ich tief inhaliere die Fähigkeit habe, mit einem lauten Schrei sämtliche Marder in einem Umkreis von 500 Metern zu verscheuchen. Coole Endeckung. Allerdings hat mich dann der Hund von meinem Nachbarn verscheucht. Der steht wohl nicht so auf meine hohe Stimme oder er mag Kaffeejoghurt. | |
| Sonntag, der 09.04.2006 noch 139 Tage (Erster Tag nach dem Trainingslager) | |
| Lange musste ich auf mein Tirolmilch Kaffeejoghurt warten. Heute war es soweit. 500 ml Kaffeejoghurt mussten daran glauben. Noch ein Müsli zum Mittagsfrühstück und danach wurde ich von Gano und Fibs zu einer Ausradel Runde überredet. Wir sind dann ein wenig gemütlich geradelt, haben unsere Technik verfeinert und Taktik gelernt. Habe heute wieder 45 Minuten Geheimtraining gemacht. | |
| Samstag, der 08.04.2006 noch 140 Tage (Abreisetag aus dem Trainingslager) | |
| Gemütliches Aufstehen erlaubte uns die Kontrollperson nicht, die schon um 09.30Uhr unsere Unterkunft kontrollierte. Gano startete mit dem Rad Richtung Heimat und wir Hinterbliebenen beladeten das Auto und brachen Richtung Toberle auf um dort noch eine Abschlussrunde zu fahren. Dort angekommen gönnten wir uns noch ein isotonisches Eis bevor wir uns auf unsere letzte Tour aufmachten. Langsames Ausradeln im Flachen war angesagt. Der Blick in die Augen von Fibs hat mir dann alles verraten. Ein letztes Bergkriterium muss her. Er suchte sich seine Wunschstrecke ( Donnosee) aus. Noch kurz vorm Anstieg die Ausrüstung kontrolliert und Flüssigkeit zurückgelassen ging es dann los. Die Entschlossenheit muss uns wohl im Gesicht gestanden sein. Zielstrebig und mit hohem Tempo ging es dann den Berg rauf. Das Rennen sollte sich erst am Schluss entscheiden. (Taktik Training von Norbert ab 2035 in jedem guten Buchhandel erhältlich) Nach einem Blick auf den Kilometerzähler und der Auskunft von Fibs es ist schon noch ein Stück zu fahren konnte ich seine Taktik sofort durchschauen und erhöhte deshalb das Tempo und setzte zu einem Zielsprint an. Wie ich vermutete war das Ziel dann hinter den nächsten zwei Kehren und ich konnte so einen zweiten Bergsprint in dieser Woche für mich entscheiden. | |
| Freitag, der 07.04.2006 noch 141 Tage (Fibs auf der Suche nach dem verlorenen Stausee) 6 Tag Trainingslager | |
| Früh morgens aufgestanden und das Wetter war anders als vorhergesagt. Sonne und Warm war es bei weitem nicht. Aber wir wollten uns die letzten Tage nicht verderben lassen und starteten wie am Vortag ausgemacht zu unserem gemütlichen Ausflug zum Stausee. Laut Aussage von Fibs sehenswert. Start war pünktlich um 10.00 Uhr. Vorbei an gesperrt Schilder die unmöglich uns gelten konnten bis hin zu einer unpassierbaren Bausstelle. Durch unser hartnäckiges verharren konnten die Bauarbeiter doch zu einer Pause überredet werden und wir konnten unseren Ausflug fortführen. Nun führte unsere Route weg vom Gradasee ins Gebirge und laut Vorhersage von Fibs über eine wundervoll ausgebaute Straße. Zum Denken gab mir das Lachen der italienischen Polizei als wir mit unseren Rennrädern abbogen. Die wundervoll ausgebaute Straße ( ca 1 Meter breit, steil ansteigend, Schotter und Felsen) führte uns die ersten hundert Höhenmeter nach oben. Die uns entgegenkommenden Mountainbiker werden wohl noch länger von ihrer Begegnung mit den vier Rennradfahrern erzählen. So um 14.00 Uhr sollten wir den gesuchten Stausee erreichen. Was wir dann auch, Stunden später so kurz vor Einbruch der Dunkelheit und 130 Kilometer, auch taten. Leider konnten wir den Stausee nur keuchend betrachten, wir mussten alles geben um noch das letzte Boot zum übersetzen zu erreichen. Ansonsten hätte sich unser Ausflug so um ca 60 Kilometer in völliger Dunkelheit erweitert. Wir sind dann zum Glück doch noch in unserer Unterkunft angekommen. Die Kilometeranzahl hat sich nur geringfügig erweitert, die Höhenmeter haben sich doch von 1000 auf 2000 erhöht und die veranschlagte Zeit von 6 Stunden mit Pausen, auf 8 Stunden 30 reine Fahrzeit. An dieser Stelle möchte ich mich noch im Namen von allen bei Fibs bedanken, der uns dank seiner super Ortskenntnis wieder heil nach Hause gebracht hat. | |
| Donnerstag, der 06.04.2006 noch 142 Tage | |
| Heute musste Wetter bedingt das Outdoortraining abgesagt werden. Stattdessen war Forschung und Entwicklung angesagt Die neuesten italienischen technischen Errungenschaften mussten getestet werden. Angefangen vom klassischen Spinningbike bis zum Bügelbrett ähnlichem Hometrainer. Weiters wurden Basketball bis zum Fussball, zur Freude der Verkäufer, intensiv getestet. Leider konnte keiner von uns Italienisch um die Begeisterungsrufe zu übersetzen. Um das im Trainingslager erworbene Rennfeeling nicht zu verlieren wurde die nationale Motorradmeisterschaft ausgetragen. Muskelkater in den Oberarmen sowie Unterarmen waren vorprogrammiert. | |
| Mittwoch, der 05.04.2006 noch 143 Tage, Tag 1 nach dem Massaker vom Gardasee | |
| Nach dem gestrigen Massaker wurden heute die Trainingsgeräte geschont. Alles stand im Zeichen von Genuss. Shopping, gutes Essen, vier Flaschen Wein, VinSanto waren angesagt. Im Laufe des Tages zeigten einige ihr wahres Gesicht. Alles nur Betrug war das Motto des Abends. In diesem Sinne muss nun alles bis dahin, vom Trainer gesagte, hinterfragt werden. Der Wolf in der Softshelljacke zeigte ein weiters Mal sein wahres Gesicht. Man kann von Glück sprechen, dass wir nicht mehr in der Zeit des alten wilden Westens leben. Ein Duell wäre unausweichlich gewesen. Ob es fair ausgetragen worden wäre, sei dahingestellt. Die beiden Grünschnäbel müssen wohl zu anderen Mitteln greifen. An dieser Stelle möchten wir Mr. Loctite unseren Dank aussprechen. Am heutigen Abend wurden bereits die Strecken für die nächsten Tage geplant. Gano versuchte, den ganzen Abend, die beiden Grünschnäbel betrunken zu machen. Alle Versuche früh schlafen zu gehen wurden erfolgreich abgewehrt. Der Räderverkauf bzw. Verschrottung wurde um einen Tag verschoben. Siege für den einen, Vinsanto für die anderen. | |
| Dienstag, der 04.04.2006 (Das Massaker vom Gardasee auch als "Die Vollstreckung" in den zukünftigen Geschichtsbüchern nachzulesen) noch 144 Tage | |
Es kam wie es kommen musste. Der dritte Tag wurde zum Schicksalstag für die Männer. Bei wunderschönem Wetter konnte man die Anspannung förmlich riechen. Die einen meditierten, die anderen griffen tief in die Trickkiste. Die Ausrüstung wurde bzgl Gewicht optimiert. Beim Frühstück wurde kaum gesprochen und der Gegner genau beobachtet. Wer isst wie viel Müsli und welches. Welche Mittelchen werden sonst noch gegessen. Um 12.00 Uhr war Start zum gemütlichen Nachmittagsausflug. Zuerst war ein Bergkriterium mit 1500 Hm am Programm. Schon am Beginn der ersten Steigung war vom gemütlichen Ausflug nichts mehr zu bemerken. Attackieren war angesagt. 31 Kilometer, 1435 Hm, 15,4 Km/H Schnitt. 31 Kilometer belauerten sich die Gegner bis sich das Ziel in Reichweite befand. Plötzlich wurde das Tempo von Fibs erhöht. Es dauert nicht lange und die Gegenattacke wurde gefahren. Fibs konnte leider aufgrund von taktischen Fehlern das hohe Tempo am Schluss nicht mehr halten. Das Tempo wurde weiter erhöht. Die Schaltungen klackten und Gano und Schlerry machten sich das Rennen auf den letzten Metern aus. Unerwartet konnte der Außenseiter Schlerry den Sprint mit einer halben Radlänge für sich entscheiden. Dieser Umstand sollte sich später beim anstehenden 100 Kilometer Zeitfahren noch rächen. In rasanter Fahrt ging es dann zu Tal, was von Einheimischen nur mit Kopfschütteln kommentiert wurde. Unten angekommen wurde dann das Zeitfahren gestartet. Gano setzte sich an die Spitze und fuhr Geschwindigkeiten jenseits von 40 Km/h und fuhr alles in Grund und Boden und die Grünschnäbel Fibs und Schlerry konnten nur mehr mühsam, schnaufend, keuchend, fluchend, schimpfend den Windschatten halten. Excurs: Gedanken die Schlerry durch den Kopf gingen: werd nie mehr einen Kilometer auf dem Rad fahren. Bei der nächsten Onlineverbindung ist das Rad im Ebay. Alptraum Tagebuch auf 0 Tage setzen und das Ötzi-Startgeld abschreiben. Warum tut sich das ein normaler Mensch eigentlich an. Wo ist die nächste Vineria. Ich steig jetzt ab und stell mich tot. Beim nächsten Anstieg lasse ich die Luft aus den Reifen und täusche einen technischen Defekt vor. Was nimmt der Gano für Dopingmittel. Hoffentlich geht's dem Fibs noch schlechter. Ende Excurs. Das Rennen ging weiter. Als Fibs und Schlerry aufgeben wollten versorgte Gano sie mit Powerriegel damit er seinen Erfolg noch länger auskosten konnte. Danach wurde das Tempo weiter erhöht. Da er sich seines Erfolgs sicher war, gönnte er den Grünschnäbeln eine Kaffeepause. Danach ging es in hohem Tempo weiter gegen den Wind Richtung Garda. Auf der Strecke fuhren wir auf ein weiters Team auf. Kurz im Windschatten wurde eine heimlich Teambesprechung abgehalten und beschlossen das andere Team in Grund und Boden zu fahren und sie zu demoralisieren. Was auch fast zur Gänze gelang. Das Tempo war weiter hoch bis kurz vor Garda. Gano täuschte ein Schwäche vor um sich zuerst im Windschatten von Fibs und dann im Windschatten von Schlerry zu erholen bis er zum vernichtenden finalen Schlag ausholte. Die letzte Steigung war von einer noch nie dagewesenen Brutalität geprägt. Die letzten Gedanken, doch noch weiter die Räder zu behalten und noch ein wenig Rad zu schwuchteln, wurden damit endgültig zunichte gemacht. Als Fibs und Schlerry Garda erreichten saß Gano schon gemütlich auf der Kai-Mauer und hatte ein Getränk schon halb ausgetrunken. (Laut Aussagen von Einheimischen hatte er das Getränk halbausgeleert) Aus dem gemütlichen Nachmittagsausflug wurde ein Massaker welches wohl die Geschichte Italiens und die Geschichte des Radsports verändert. Mit diesem Ausflug gelang es die aufstrebenden Jungtalente, in deren Grundfesten zu erschüttern, bei deren Rückkehr aus dem Trainingslager wird wohl eine intensive psychologische Betreuung notwendig sein. Um das akute Trauma etwas zu lindern wurde die Niederlage mit zwei Liter Rotwein und hängenden Köpfen verarbeitet. Laut Vermutungen des nicht vorhandenen Teamarztes könnte die Niederlage auf das italienische Kaffeejoghurt zurückzuführen sein. |
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| Montag, der 03.04.2006 noch 145 Tage | |
| Zweiter Trainingslagertag. Wir sind heute fünf Stunden auf dem Bike unterwegs gewesen. Es sind auch 1050 Höhemeter geworden. Für den zweiten Rennrad Trainingslager gar nicht mal wenig Höhenmeter. Wir haben auch die idiale Strecke für unser Traininglager Bergabschlussrennen gefunden. Wir hatten heute auch ein besonderes Erlebnis. Sind heute dank Norbert unser erstes Autobahnkriterium gefahren. Da wir für die Autobahn trotz intesiver Wintervorbereitung doch zu langsam waren beschlossen wir die nächste Ausfahrt die Autobahn zu verlassen. Konnten leider nicht überprüfen ob eine Meldung im Radion gesendet wurde, da ja keiner von uns Italiensch kann. Wobei einige permanent italienisch sprechen aber nie bereit sind bei Bedarf die Richtigkeit unter Beweis zu stellen. | |
| Sonntag, der 02.04.2006 noch 146 Tage | |
| Erster Trainingslagertag. Da wir heute erst um drei schlafen gegangen sind war mal ausschlafen angesagt. Nach dem Frühstück sind wir dann sofort unsere erste Tour gefahren. Wir sind dann so um 17.00 Uhr zurück gekommen. War eine wunderschöne Tour mit teilweise Geschwindikeiten zwischen 40 und 45 kmh. Durchschnittsgeschwindikeit über 3 Stunden war 28,6 kmh. | |
| Samstag, der 01.04.2006 noch 147 Tage | |
| Heute war der Anreisetag ins Trainingslager. Lief alles super. Unterkunft ist super. Am Abend wurde das sofort mit einer Pizza und und einer Flasche Rotwein gefeiert. Darf heute die erste Nachte neben meinem Bike schlafen. | |
| Freitag, der 31.03.2006 noch 148 Tage | |
| Um nicht schon müde ins Trainingslager zu kommen verzichtete ich heute mal aufs Training. Dafür mussten fünf Joghurts ihre Reise in meinen Magen antreten. Den Fisch mittags hätte ich besser nicht gegessen. Die Lust auf Schokolade steigert sich von Tag zu Tag. Noch 14 Tage Fastenzeit. | |
| Donnerstag, der 30.03.2006 noch 149 Tage | |
| Mittags gab es Pommes mit Ketchup und Senf. Hat hervorragend geschmeckt. Naürlich wären auch die Würstchen dazu nicht schlecht gewesen. Aber was soll es, was macht man nicht alles um beim Ötztaler beim ersten Anstieg ins Kühtai noch gut auszusehen. Habe heute meine Rolf Felgen aufs Rennrad gebaut. Die schauen schon richtig schnell aus. Hoffentlich kommt mein Rad nicht viel vor mir ins Ziel. Am Abend spielte ich noch meine letzte Stunde Tennis in der Halle. Habe heute kein Geheimtraining gemacht. Meine Muskeln fühlen sich so schon müde an. Könnte daran liegen, dass ich in letzter Zeit meinen Joghurtkonsum gesenkt habe. Muss ich versuchen zu ändern. | |
| Mittwoch, der 29.03.2006 noch 150 Tage | |
| Mittwoch der Spinning Day vor dem Trainingslager. Natürlich wollte ich es wissen ob meine Muskeln schon für einen kleinen Anstieg oder nur für den Weg zur nächsten Eisdiele vorbereitet sind. Meiner Einschätzung nach müsste es sich für eine Eisdiele die sich auf einem niederen Hügel befindet reichen. Freue mich schon wieder auf das Ende der Fastenzeit um mich wieder richtig gesund zu ernähren. So ganz ohne Fleisch ist schon ein wenig hart. Vor allem dann, wenn der Ernährungsplan Wienerschnitzel vorsieht. Habe heute einen echten Kritiker meines Tagebuches getroffen. Hat es zwar noch nicht gelesen, aber seine Aussagen haben mir schon zu denken gegeben. Konnte es aber mit 5 Sekunden Autogenem Training wieder vergessen. | |
| Dienstag, der 28.03.2006 noch 151 Tage | |
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Heute wurden einige Vorbereitungen für das Trainingslager für nächste Woche getroffen. Dabei wurde großes Augenmerk auf die richtige Unterkunft und Lage gelegt. Das Trainingslager soll ja die Basis für die heurige Rennsaison werden. Ich möchte in der Trainingswoche so 2000 km fahren oder mindestens 100km. Habe heute das vorletzte Mal in dieser Wintersaison Tennis gespielt und mir gedacht, wenn ich so fahre wie ich Tennis spiele sollte ich mein Trainingspensum verzehnfachen. Konnte diesen Gedanken aber mit fünf Minuten Autogenes Training wieder verdrängen. Zwei Joghurt später fühlte ich mich wieder fit für den Ötzi. Wie werden sich wohl die Spatzeln mit Sauce von Mittag und der Semmel mit Käse vom Abend, nach der Tennisstunde, in meinem Magen fühlen? |
| Montag, der 27.03.2006 noch 152 Tage | |
| Da ich erst um 05.00 Uhr mein Bett fand und etwas mehr vom Zuckerrohrsaft getrunken hatte, horchte ich bis etwa 11.00 Uhr was mir mein Kopfpolster zu erzählen hatte. Dank des herrlichen Wetters konnte ich am Nachmittag einige Kilometer bei 23 Grad abspulen. Hat richtig Spaß gemacht. Habe mich heute mit drei Schalen Erdbeerjoghurt begnügt. | |
| Sonntag, der 26.03.2006 noch 153 Tage | |
| Heute war erst mal ausschlafen angesagt. Um 12.00 Uhr nach Sommerzeit konnte ich mich doch nicht mehr im Bett halten. Noch schnell aus dem Fenster geschaut. Super Wetter und ab aufs Rad. Vorher noch einen Anruf beim Norbert tätigen wo er gerade mit dem Bike unterwegs ist. Und schon passierte es. Er hat etwas von Wind gesagt und ich war schon auf dem Weg zum Kühlschrank um mir das ganze nochmals bei einem Joghurt zu überlegen. Nach dem zweiten Erdbeerjoghurt war ich mir wieder sicher, dass es die bessere Entscheidung ist das Wetter zu beobachten. Stunde später musste ich einsehen es wäre doch zum fahren gegangen, aber nun war es leider zu spät. Hatte ja am Abend ein Ersatzprogramm und damit war es nicht so schlimm. Geburtstagsfeiern sind immer gut für die Ausdauer. Hab dann am Abend ein wenig Cola mit verändertem Zuckerrohrsaft getrunken. | |
| Samstag, der 25.03.2006 noch 154 Tage | |
| Begann bereits um 02.20 Uhr mit dem Spinningmarathon. Bin dann 15300 Sekunden auf dem Bike gefahren. Während dem Tag durfte ich dann noch meinen Wachzustand an der UNI beweisen. Am späteren Nachmittag erhielt ich dann noch mein Sponsorgeschenk vom Autohaus Falbesoner. Wird mir richtig Spaß machen. Leider konnte ich aufgrund dieser Termine nicht am legendären Schlauchrennen mitmachen und konnte somit nur an den nächtlichen Feierlichkeiten teilnehmen. | |
| Freitag, der 24.03.2006 noch 155 Tage | |
| Dieser Tag stand ganz im Zeichen der UNI. Unterm Tag versuchte ich stundenlang meinen Gleichgewichtsgefühl zu trainieren. Es stellte sich jedoch als äußerst schwierig heraus, auf zwei Füßen des Stuhles das Gleichgewicht zu halten. Habe es immer und immer wieder ohne Erfolg probiert. Am Abend spielte ich noch eine Stunde Tennis und freute mich schon auf den in der Nacht anstehenden Spinning Marathon. | |
| Donnerstag, der 23.03.2006 noch 156 Tage | |
| Und wieder ist ein radfreier Tag vorübergegangen. Mein Training bestand aus einer Stunde Tennis und 45 Minuten Geheimtraining. Habe heute versucht die verschiedenen Inhaltstoffe im Kaffeejoghurt zu schmecken. Wie schmeckt eigentlich Eisen? Wie viel Eisen sollte man essen wenn man ein Carbon Bike fährt?. Ist das Vitamin A für Ausdauer? Bleibt Mangan am Zahn kleben? Warum habe ich noch nie Joghurt mit Nutella probiert? Ist Protein wasserlöslich? Werde mal meine Diätassistentin meines Vertrauens befragen. Was ergibt die Quersumme der restlichen Tage durch zwei? Dachte bis jetzt rad fahren sei eine einfache Sache. Hätte nie gedacht, dass man sich mit solchen komplexen Sachen beschäftigen muss. Höchst wissenschaftlich. | |
| Mittwoch, der 22.03.2006 noch 157 Tage | |
| Mittwoch ist Spinningtag. Den ganzen Tag freute ich mich schon auf die Spinningstunde. Nach zwei Wochen Pause sich wieder mal in der Gruppe zu quälen tut richtig gut. Zwei Stunden auf dem Spinningbike macht richtig Spaß. Natürlich ist das gemütliche Zusammensitzen bei einem Bier nachher auch nicht unspaßig. Irgendwo muss man ja seine Regeneration durchführen. Heute habe ich kein einziges Joghurt gegessen. Es war zwar hart, aber ich hatte den Willen es durchzuziehen und es auch geschafft. Dafür sind es dann zwei Salzbrezeln und ein Nutellabrot geworden. Ein wenig Alkohol war auch dabei. Machte mir heute Gedanken welche Inhaltstoffe meiner Joghurts für meine Ausdauer zuständig sind. Konnte folgende Stoffe im Joghurt feststellen: Wasser, Protein, Fett, Laktose, Saccharose, Glukose, Galaktose, Milchsäure, Cholesterin, Natrium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan, Vit A, Vit E, Vit B1, Vit B2, Vit B6. Konnte bis jetzt nur zwei Stoffe genau zuordnen für was sie zuständig sind. Phosphor müsste schuld sein, dass ich beim Training immer mit einem leuchtenden Gesicht fahre und Glukose müsste für das Geräusch beim herausschütten des Joghurts verantwortlich sein. | |
| Dienstag, der 21.03.2006 noch 158 Tage | |
| Hatte heute einen anstrengenden UNI Tag und meine Ernährung bestand aus Kartoffelpüree mittags und abends Lachsforellenfile mit Kartoffeln, einem halben Nutellabrot und einem Joghurt. Mein heutiges Training bestand aus einer Stunde fünfzehn auf dem Bike und einer halben Stunde Geheimtraining. Das Geheimtraining scheint immer mehr das Mittel zum Erfolg zu werden. Ergänzend zum Training gab es heute noch eine Stunde Bowling. Abwechslung erhält den Spaß. Mir ist aufgefallen, dass ich in letzter Zeit sehr viel Kaffeejoghurt esse. Werde deshalb meine Ernährung ein wenig umstellen. Habe aus diesem Grund eine größere Menge Erdbeerjoghurt gekauft. | |
| Montag, der 20.03.2006 noch 159 Tage | |
| Noch fasziniert von meiner gestrigen Radtour, beschloss ich eine Radpause einzulegen. Es war wieder einmal Zeit für ein Geheimtraining das sich, wie ich nach den drei Stunden Radfahren wusste, lohnt. Also gesagt getan und ich fühlte mich wieder ein wenig besser und stärker. Langsam freue ich mich schon auf den Ötztaler. Meine Gedanken waren noch etwas getrübt. Ich musste immer noch an einen toten Vogel denken der gestern am Straßenrand lag. Hätte ich es melden sollen wegen der Vogelgrippe. Er hat schon etwas eigenartig ausgesehen. Muss ein Blattvogel gewesen sein. Dem Profil nach musste er einem GoodYear UltraGrip 7 zum Opfer gefallen sein. Unverkennbar die unterschiedlichen Lammelen die bei Eis und Schnee einen optimalen Grip erzeugen. | |
| Sonntag, der 19.03.2006 noch 160 Tage | |
| Der erste schöne und halbwegs warme Tag in diesem Jahr. Also Rad auf Winterbetrieb umgebaut und ab auf die Straße. Schon nach den ersten Kilometer wusste ich, dass Physik eine wesentliche Rolle spielt. Die Erdanziehung zog mich rücksichtslos auf den Sattel, was sich mit Schmerzen im hinteren Bereich zeigte. Die Schmerzen weichten dann später den Muskelschmerzen die nicht wesentlich angenehmer zu ertragen waren. Drei Stunden sind es dann doch geworden die ich mir mit einem Liter Joghurt und einem Teller Nudeln belohnte.. | |
| Samstag, der 18.03.2006 noch 161 Tage | |
| Musste mich heute leider einer anderen Sportart widmen. Dem Schilauf. Bin bei einem Juxrennen mitgefahren. Natürlich war das nicht nur Spaß, ich suchte nach parallelen zum Radsport und nach Sachen die ich für den Ötztaler verwenden könnte. Hab aber am Anfang nicht viel gefunden. Nicht mal das Timmelsjoch hat so enge Kurven wie der gesteckte Riesentorlauf. Am Ende fand ich doch noch etwas Verwertbares. Ich habe mich an meiner ultrascharfen Kante meines Schis in den Finger geschnitten. Hat fürchterlich geblutet. Dachte schon die Leute würden rundherum alle in Ohnmacht fallen. War eine riesige Wunde. Mindestens zwei Millimeter tief und 5 Millimeter lang. Habe sofort angefangen rote Blutkörperchen zu zählen. Nach 15 Minuten musste ich es jedoch aufgeben wegen fehlender fachlichen Kompetenz. Da stellte sich mir schon die nächste Frage ist die UV Bestrahlung durch meine Wunde nun schon Blutmanipulation und laut Doping Gesetz verboten. Es war ja wolkenloses Wetter und dadurch eine extreme UV Bestrahlung gegeben. Um jedes Doping Risiko aus dem Weg zu gehen verdeckte ich meine klaffende Wunde mit einem Pflaster. Wollte ein Kinderpflaster mit Comicfiguren aber es war nicht möglich ein solches aufzutreiben. Da laut 100 jährigem Kalender für den 27. August 2006 schlechtes, kaltes Wetter angesagt ist, habe ich mich heute mit Alkohol frostsicher gemacht. | |
| Freitag, der 17.03.2006 noch 162 Tage | |
| Und schon wieder ein Tag ohne Training ist vorübergegangen. Hätte mir nie gedacht, dass ich meine Trainingspausen so konsequent durchziehen könnte. Kann mich nur wundern was der Ötzi alles bewirkt. | |
| Donnerstag, der 16.03.2006 noch 163 Tage | |
Heute konnte ich zwei wichtige Prüfungen hinter mich bringen und kann mich nun wieder auf mein Ziel den Ötztaler Konzentrieren. Damit werde ich morgen anfangen trainieren. Heute abends war nobles schlemmen angesagt. Parmesanschaumsuppe, Lachsforelle und den Nachtisch erspare ich euch, denn das mitzuteilen wäre wahrlich unmenschlich. Mittags gab es nur einen Müsliriegel und am Morgen einen Teller Müsli. Ehrlicherweise muss ich noch zugeben, dass zwei Einheiten Geheimtraining am heutigen Tag dabei waren. |
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| Mittwoch, der 15.03.2006 noch 164 Tage | |
| Mittwoch und kein Spinningtraining. Ich kann es immer noch nicht glauben dass ich heute keine Zeit für spinning habe. Den Frust kann ich ein wenig mit Nuttelabrot und Joghurt lindern. Leider geht heute das geistige Training vor. Kein Geheimtraining, keine Meditation, keine Radrennen im fernsehen, nur lernen, lernen, lernen. Der heutige Tageshöhepunkt war wohl mittags der Gemüsereis mit Sauce. | |
| Dienstag, der 14.03.2006 noch 165 Tage | |
| Wieder keine Trainingseinheit an diesem Tag. Keine Anzeichen von Beunruhigung zu erkennen. Machte heute eine neue Erfahrung beim meditieren. Ich war gerade dabei mich auf eine Metaebene zu bringen, als ich die Idee schlechthin hatte. Ich werde versuchen mich beim Ötztaler auf eine Metaebene zu transferieren und dort dann eine eigene Raum Zeit Dimension aufmachen. Damit sollte es mir doch gelingen einen Zweistunden Vorsprung zu bekommen. Wie war das in der Physik noch mal mit dem Zeitloch. Genau dort hatte ich in der Schule meine vier Fehlstunden. Begeistert von meiner Idee habe ich sofort meine gesunde Ernährung durch zwei Nutellabrote und sechs Löffel extra Nutella ergänzt. Weiters gesellte sich noch fünf Scheiben Zwieback ein Käsebrot, zwei Joghurt, ein Apfel und eine Portion Nudeln mit Sauce dazu. Stelle mir gerade vor wie sich das alles zu einem Klumpen in meinem Magen formiert. Wie würde wohl ein Liter Isostar dazupassen??? Bei Klumpenbildung stellt sich mir die Frage wie schnell muss man fahren um schneller zu sein als sein Windschatten? | |
| Montag, der 13.03.2006 noch 166 Tage | |
| Der heutige Tag stand im Zeichen von Stress. Stress im Büro, Stress beim Lernen. Da ich zurzeit bei einer Prüfungsvorbereitung bin kommt mein Training diese Woche sicher zu kurz. Habe heute nur eine kleine Einheit Geheimtraining eingelegt uns sonst auf jede körperliche Betätigung verzichtet. Ich mach mir langsam sorgen, dass ich mich zu ungesund ernähr. Teller Müsli am Morgen, mittags Gemüselaibchen mit Blaukraut, abends Brot, Müsli, Joghurt. Das kann doch nicht gesund sein. Wo ist das ganze Fett das mein Körper braucht. Keine Schokolade :-( Hoffentlich hat das keinen zu großen Einfluss auf meinen Körperzustand. | |
| Sonntag, der 12.03.2006 noch 167 Tage | |
| Heute habe ich mein zweites Radrennen hinter mich gebracht. Zum Glück war es nur die Zusammenfassung. War körperlich nicht so stark wie ich sein wollte. Schon wieder ein Tag ohne Geheimtraining dafür aber auch ohne Muskelkater. Nahrung: der heutige Tag stand ausnahmsweise mal im Zeichen von Verzicht. Ich verzichtete auf alles was gesund aussah. | |
| Samstag, der 11.03.2006 noch 168 Tage | |
| Meine Nahrungsaufnahme an diesem Tag bestand aus Nudeln, einen Teller Müsli, Käse und Fisch. Habe heute sogar eine Bike Trainingseinheit hinter mich gebracht. Auf mein Geheimtraining musste ich aus physischen Gründen verzichten. Hab aber ein Radrennen im Fernsehen angesehen. Also heuer mein erstes Rennen hinter mir. ;-) | |
| Freitag, der 10.03.2006 noch 169 Tage | |
| nur noch 169 Tage bis zum Tag X. Heute war der erste Tag an dem meine Motivation zu wünschen übrig gelassen hat. War es das Wetter, der Stress, der Gemüsestrudel, die zwei Joghurt, der Fischmac, die sechs Kaffee. Alles könnte die Ursache gewesen sein. Heute war der zweite Geheimtraining freie Tag in dieser Woche. Stattdessen bin ich eine Stunde auf dem Bike gesessen und habe eine Stunde Tennis hinter mich gebracht. Zwei frustrierende Erkenntnisse musste ich heute noch zusätzlich hinnehmen. Mein linker Fuß leistet nicht das gleiche wie mein rechter und Technik ist so gut wie überhaupt nicht feststellbar. Somit muss mein Training durch zusätzliche Technikstunden erweitert werden. Werde einen Antrag stellen dass die Tagesstundenanzahl um 25% erhöht wird damit ich alle Einheiten unterbringen kann. Radtraining, Spinning, Geheimtraining, Techniktraining, Meditation. Jetzt ist mir endlich auch klar warum Profis nichts arbeiten. Sie benötigen zuviel Zeit für Meditation. | |
| Donnerstag, der 09.03.2006 noch 170 Tage | |
| und ich springe voll motiviert aus dem Bett. In gleicher Geschwindigkeit falle ich wieder zurück. Kurz schießen die Gedanken durch meinen Kopf. Ist es noch Nacht weil ich nur schwarz sehe. Habe ich mich übertrainiert. Ist alles nur ein Traum. Warum wollte ich überhaupt aufstehen. Warum bin ich überhaupt schlafen gegangen. Nach kurzem überlegen war alles klar. Ich wollte aufstehen und arbeiten gehen. Gedacht, getan und der zweite versuch klappte auf Anhieb. War das bereits ein Vorzeichen für den Ötztaler? Von dieser Frage gequält beschloss ich heute intensiv zu trainieren. Morgens ein Teller Müsli und ab zur Arbeit. Mittags Kartoffelwirler mit Apfelmuss. Die reinste Sportnahrung und ich freute mich schon auf mein Training. Und ich schaffte es bis auf 50 Meter zu meinem Bike und ich wiegte mich schon in Sicherheit, als ich die Rufe hörte. Wichtige Sache mit meinem Nachbarn zu besprechen. Der dazupassende Wein war schon offen. Die Diskussionen wurden länger und es musste eine zweite Flasche dran glauben. Dazu ein wenig Käse gegessen. Danach schaffte ich es in die Wohnung und merkte, dass ich etwas auf dem Heimweg verloren hatte. Den Willen zum Training. Also verzichtete ich ausnahmsweise mal aufs gesamte Trainingsprogramm und verschlang noch schnell zwei Joghurt zur Beruhigung meines Gewissens. Allerdings beunruhigte das ein wenig meinen Magen | |
| Mittwoch, der 08.03.2006 noch 171 Tage | |
| Mittwoch der Spinningtag. Wie jede Woche ist dieser Tag vom Spinningtraining geprägt. Daher begann mein Morgen schon mit einem Teller Müsli, mittags Spatzln mit Sauce, eine Banane und ein Apfel. Am Abend zwei Eier und eine Salzbrezel. Euch ist sicher schon aufgefallen, dass ich in letzter Zeit kein Fleisch mehr auf meinem Ernährungsplan habe. Spart euch das wälzen von Ernährungsbücher der Grund ist ganz einfach. Schweinefleisch: Das Hausschwein ist eines der am längsten domestizierten Haustiere in der menschlichen Zivilisationsgeschichte. Als Allesfresser diente es häufig auch zur Verwertung von Küchenabfällen. In ländlichen Gegenden werden teilweise noch heute Schweine außerhalb von Bauernhöfe gehalten. Heutzutage stammt der Großteil des Schweinefleisches aus einer agrarindustriellen Massentierhaltung mit ihren Problemen wie Krankheits- und Seuchenanfälligkeit, Belastung durch Pharmazeutika und Futterzusatzstoffen. Rindfleisch: das Fleisch vom Hausrind , gehört neben dem Schweinefleisch zu den beliebtesten Fleischsorten. Die verschiedenen Muskelpartien des Rinds kommen oft als Ganzes (z.B. Rinderbraten ), in Scheiben (z.B. als Steak) oder fein zerschnitten, zum Beispiel im Gulasch , auf den Tisch. Rindfleisch dient auch als Grundlage für Hamburger. Also jetzt sollte es jedem Trainierenden klar sein warum ich kein Fleisch esse. Der Grund der der jetzt auf der Hand liegt ist, dass ich schon seit Jahren in der Fastenzeit kein Fleisch esse. Morgen sollte die Flasche Helium kommen für meine Reifen. Ich werde euch dann von der ersten Testfahrt berichten. Der heutige Trainingsumfang war eineinhalb Stunden Spinning bei durchschnittspuls 152 und 35 Minuten und 32 Sekunden Geheimtraining. | |
| Dienstag, der 07.03.2006 noch 172 Tage | |
| Meine Tagesernährung bestand heute aus Fisch mit Kartoffeln, eine Banane, einen Apfel und vier Scheiben Zwieback. Da heute mein fast trainingsfreier Tag war konnte ich mich ja ein wenig ungesund ernähren. Mein Training bestand heute nur aus einer kleinen Einheit Geheimtraining. | |
| Montag, der 06.03.2006 noch 173 Tage | |
Nach langen Diskussionen mit Radkollegen erkannte ich rasch, dass Training ein wichtiger Bestandteil des Erfolges ist. Aber wie kann man das Maximum aus sich herausholen. Das hatten sich sicher schon viele Radfahrer gefragt. Ich beschloss heute einen neuen Weg einzuschlagen. Weg vom herkömmlichen Training, auf zu neuen Ufern. Nur wer auch mal was neues probiert kann sich gegenüber andere absetzen. Da kam mir die Aussage eines geprüften Trainers(Wasserball) gerade recht. Wasserball hat doch auch etwas mit Radfahren zu tun. Beides sind oft recht feuchte Sportarten. Die Aussage die mich und mein Training bestätigte war "Muskelmasse bildet sich in der Ruhephase". Sollte ich durch genügend Pausen meine Stärke für die Berge bekommen. Schon bei dem Gedanken daran erinnerte ich mich, dass es mir die letzte Zeit vorkam Muskelmasse zugenommen zu haben. Der Tritt auf die Waage bestätigte mich. Meine Nahrung bestand am heutigen Tag aus "Kasknödel" zwei große Stück und Kraut. Wobei das Kraut ließ ich aus Sicherheitsgründen weg. Könnte sich womöglich mit dem Käse nicht vertragen. Einen Teller Müsli, einen Schokopudding, ein Joghurt. Um jedoch auch was für meine Trainingstatistik zu tun fuhr ich heute auch ein wenig auf dem Bike. Dazu summiert sich noch 1,5 Stunden nicht sportartspezifisches Geheimtraining. Mein Geheimtraining werde ich allerdings erst am -1 Tag bekannt geben. |
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| Sonntag, der 05.03.2006 noch 174 Tage | |
| Heute war ein sehr ereignisreicher Tag. Der Vormittag verging wie im Flug. Könnte daran liegen, dass ich erst um 11.30 Uhr aufwachte. Meine Strategie die Trainingseinheiten auf den Morgen zu verlegen ging somit nicht auf. Das Training verging zwar wie im Schlaf hatte aber sicher auch denselben Trainingseffekt. Also war meine erste Tätigkeit das Mittagsessen. Aufgrund der geheimen Zusammensetzung des Sonntagsmenüs habe ich beschlossen euch dies vorzuhalten. Natürlich habe ich auch heute nicht auf meine Joghurts verzichtet. Drei Stück waren es heute. Meine Haut fühlt sich schon viel besser an. Habe heute mein erstes Geheimtraining absolviert. War so geheim, dass ich es selber nicht gemerkt habe. Hatte heute noch ein prägendes Erlebnis, ich durfte heute eine Frau auf Händen tragen. Ich wurde Onkel von einem Mädchen. | |
| Samstag, der 04.03.2006 noch 175 Tage | |
| 175 Tage sind eine lange Zeit. Da gibt es sehr viele Möglichkeiten sich das Leben unnötig schwer zu machen. Habe mich heute mittags mit in Fett herausgebratene "Kiachln" mit Kraut und danach einen Kaiserschmarren und einem Joghurt gestärkt. Abends zwei Teufeslroller und zwei Käsebrote und zwei Scheiben Zopf und zwei Joghurt. Joghurt sorgt für eine reine Haut, was ja bei einem Radfahrer extrem wichtig ist um eine bessere Windschlüpfrigkeit zu errreichen. Da stellt sich mir schon die nächste Frage: Beine frisieren oder rasieren? hmmm werde mal dazu den Bauernkalender befragen. Bei kaltem Wetter hätte ich mit frisieren einen nicht zu unterschätzenden Wärmevorteil. Habe heute auf meine Autogene Trainingseinheit verzichtet. Hatte keine drei Stunden Zeit für diese Einheit. Muss den Standort von meinem Bike überprüfen lassen. Es steht vermutlich auf einer Wasserader. Das könnte die Ursache dafür sein dass ich immer so schnell müde werde. Werde mal jemanden kommen lassen der das auspendelt. | |
| Freitag, der 03.03.2006 noch 176 Tage | |
| Ernährung: Fisch mit Kartoffelsalat, Käsebrot und ein wenig Gemüsemayo. So um 18.30 Uhr beschloss ich eine Trainingseinheit auf dem Bike zu absolvieren. Da es jedoch wichtig ist, um den optimalen Trainingseffekt zu erzielen, bei jedem Training voll bei der Sache zu sein , legte ich noch schnell eine autogeneTrainingseinheit ein. Entspannt auf dem Rücken legen und laut lehrbuch 4-mal den Satz sagen "Du bist völlig ruhig und entspannt". Da ich ja kein Anfänger mehr im Autogenen Training bin, befand ich mich schon bereits nach dem dritten Satz in diesem völlig ruhigem und entspannten Zustand aus dem ich mich erst nach drei Stunden wieder lösen konnte. Es fühlte sich an als ob ich mich in einer Traumwelt befand. Noch völlig fertig von diesem besonderen Ereignis konnte ich mich nicht mehr überwinden mein Bike zu quälen. Aber ich fühlte mich auch so schon stärker als vorher. Ich denke, dass Autogenes Training mein Mittel zum Erfolg sein wird. Jetzt weiß ich auch, warum alle Spitzensportler sagen, ohne mentales Training gibt es keinen Erfolg. | |
| Donnerstag, der 02.03.2006 noch 177 Tage | |
| Noch 177 Tage Zeit um mich vorzubereiten. Das ermöglicht mir heute eine Trainingspause einzulegen. Denke ich mir zumindest. Werde beginnen mich mental auf die Herausforderung vorzubereiten. Dazu müssen aber vorher grundlegende Dinge gelöst werden. Dazu gehören folgende Fragen: Soll man jeden zählen der einen überholt? Ist die Motivation bei niedrigem Luftdruck auch niedriger. Ist der Ötztaler eine reine Kopfsache. Wie viel muss ich essen, damit ich die Zeit die ich beim Berg fahren verliere, bei der Abfahrt wieder holen kann. Um wie viel wird mein Carbonbike am Timmelsjoch auf 2500 Meter leichter? Darf man Reifen mit Helium füllen? Wie viel Bier kann man nach dem Ötztaler trinken? Liegt ein McDonalds am Weg? Wie viele Radrennen muss man vor dem Ötztaler im Fernsehen gesehen haben? Macht Massageöl Windschlüpfriger? Falls es Antworten gibt bitte mir an die Adresse info@tirolersport.com senden. Habe mich heute doch noch sportlich betätigt. Habe meine Feinmotorik mit Tennis verbessert. Die Vorhand entspricht der Bewegung "he gebt mir was zum trinken, ich bin so fertig" und die Rückhand entspricht "He geht aus dem Weg ich muss gewinnen" | |
| Mittwoch, der 01.03.2006 noch 178 Tage | |
| Aschermittwoch, meine Ernährung wurde ab sofort für 40 Tage auf Fleischlos und Schokoladenlos umgestellt. Mittags Cremspinat mit Röstkartoffeln und Rührei. Schon bei dem Gedanken "Fleischlos" stellte sich eine sehr große Lust auf Fleischkässemmel mit Senf ein, und ich sehe überall Schokolade liegen die normalerweise von mir gegessen würde. Abends konnte ich mich mit eineinhalb Stunden Spinning ablenken. Nachher gabs noch Kuchen. Zwei Stück mussten für den ersten fleischlosen Tag büßen. Habe ganz vergessen, dass am Aschermittwoch kein Alkohol getrunken werden sollte. Leider war es schon zu spät. Konnte nicht mehr rückgängig gemacht werden oder nur sehr schwer ( mit sehr viel mehr Alkohol wäre es vielleicht gegangen ;-) ). | |
| Dienstag, der 28.02.2006 noch 179 Tage | |
| Der heutige Faschingsdienstag wurde ein trainingsfreier Tag. Allerdings fühlt es sich an als ob ich fünf Stunden Ausdauertraining hinter mir hätte. Was für ein Faschingsausklang. So stellt man sich sowas vor. Dem Ötztaler wird es sicher nicht geschadet haben. Versuch ich mir zumindest einzureden. Über die heutige Ernährung möchte ich mich nicht äußern. Nur eines, es waren 3 Faschingskrapfen dabei :-) | |
| Montag, der 27.02.2006 noch 180 Tage | |
| Aufgrund der Tatsache, dass es nur mehr 180 Tage bis zum Tag X sind, wurde an diesem Tag sehr viel Wert auf gesunde Ernährung gelegt. Mittags Schweinesteak mit Pilzrahmsauce und Kroketten und um Kalorien zu sparen nur einen halben Teller Salat dazu. Abends Wienerschnitzel mit Pommes. Die Startnummer zum ÖTZTALER ALPTRAUM wurde vergeben. Startnummer 2608. Also ein erfreulicher Tag. Natürlich habe ich auch etwas zu meiner körperlichen Ertüchtigung gemacht. Zwei Stunden auf dem Bike 60 Kilometer. | |
| Sonntag, der 26.02.2006 noch 181 Tage | |
| Um nicht Gefahr zu laufen mich Überzutrainieren legte ich zu Gunsten meiner UNI Professoren einen trainingsfreien Tag ein. Die Ernährung an diesem Tag war ein Teller Müsli, eine Nutellasemmel, eine Schachtel Merci (die große Packung) darin ist sehr viel Eiweiß enthalten, zwei Pizzaschnitten, zwei Joghurt, eine Schale Neocitran gegen meinen Schnupfen, ein Bier beim Schiservice von meinem Freund. Den ganzen Tag konnten sich meine Muskeln bei der Lektüre Pflegewissenschaft entspannen. Ich freue mich, dass ich noch 181 Tage Zeit habe eine gute körperliche Verfassung aufzubauen. | |
| Samstag, der 25.02.2006 noch 182 Tage | |
| Nach einer kurzen Nacht setzte ich mich für 15 Kilometer auf mein Bike. Am Abend konnte ich mich noch selber überreden nochmals 45 Kilometer zu fahren und belohnte mich mit Pizza und einer Flasche Wein. Zusätzlich zur Pizza wurde meine heutige Nahrungsaufnahme durch ein Teller Müsli, Fisch mit Kartoffeln und Chips vervollständigt. | |
| Freitag, der 24.02.2006 noch 183 Tage | |
| .Ein wenig angeschlagen durch eine Verkühlung und 2 Beutel Neocitran intus musste ich feststellen dass ich immer noch keine fixe Startnummer für den Ötztaler habe und noch nicht offiziell gelistet bin. Voll motiviert ernährte ich mich an diesem Tag nur von Nudeln, Obst und Yoghurt, NeoAngin ( nicht auf den Dopinglisten ;-) ) und Isostar. Konnte mich sogar überwinden 2 Stunden auf dem Bike zu verbringen. Alptraum Ötztaler kann kommen. | |
| Donnerstag, der 23.02.2006 noch 184 Tage | |
| Sehr müde wachte ich auf und wusste es war doch ein Fehler mich anzumelden. Aber schnell war ich wieder motiviert mein Training am Abend fortzusetzen. Mittags begann ich mit der richtigen Ernährung. Wienerschnitzel. Diese Mahlzeit geht direkt in die Muskeln. Nachher folgte ein einstündiges Verdauungstraining bei Puls 65. Am Abend setzte ich mein Training bei "Käsekrainer" und betrachten meines Spinningbikes fort. Pulsbereich zwischen 53 und 75 | |
| Mittwoch, der 22.02.2006 noch 185 Tage | |
| Spinningstunde am Abend und ich fühlte es war doch kein Fehler mich anzumelden. War ich mir zumindest am späteren Abend nach Alkoholgenuss in der Studioeigenen Bar sicher. | |
| Dienstag, der 21.02.2006 noch 186 Tage | |
| Voll entschlossen mein Training nun ernst zu nehmen und voll durchzustarten wollte ich eine Radeinheit auf dem Hometrainer machen und musste mein Vorhaben leider wegen Zeitmangel und Tennisstunde verschieben | |
| Montag der 20.02.2006 "Es gibt kein Zurück" noch 187 Tage | |
| Ich sitze vor dem Computer und mache den alles entscheidenden Fehler ich quittiere die Zahlung fürs Nenngeld zum Ötztaler Radmarathon und damit beginnt es 187 Tage Trainingsqual. Ich habe mich entschlossen euch an meinem Leiden teilhaben zu lassen. | |
| Wie alles begann | |
| Naja, es begann alles wie es immer beginnt. Ein Lokal, Alkohol und Freunde die einem zu später Stunde überreden Sachen zu machen die "mann" normalerweise nur mit einem lächeln im Gesicht ablehnt. Der Ötztalmarathon ist ja nur eine Kleinigkeit. Was sind schon 237km mit dem Rad wenn man 12 Stunden in einem Lokal sitzen kann. Was sind schon 5500 Höhenmeter wenn man über mehrere Stunden Alkohol trinken kann. Wie gesagt eine KLeinigkeit. | |
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